Internationaler Sportgerichtshof muss entscheiden

Millionenstreit um Bundesliga-Profi

14.04.2026 – 07:46 UhrLesedauer: 2 Min.

Yan Diomande hat sich bei RB Leipzig schnell zum Leistungsträger entwickelt. (Quelle: IMAGO/Michael Taeger/imago)

Leipzig profitiert sportlich von Yan Diomande – doch abseits des Platzes gibt es Ärger um den 19-Jährigen. Im Umfeld des Offensivspielers ist ein Streit entbrannt, bei dem es um viel Geld geht.

Yan Diomande ist einer der Shootingstars dieser Bundesliga-Saison. Mit seinen Leistungen bringt er Leipzig in Richtung Champions League, zugleich erhöht er seinen Marktwert in beachtlichem Maße: Er ist von 1,5 Millionen Euro auf 75 Millionen Euro angestiegen. Im Sommer könnte Leipzig bei einem Verkauf mehr als 100 Millionen Euro einnehmen, der Vertrag des Ivorers läuft bis 2030.

Parallel dazu eskaliert jedoch ein Konflikt mit seiner früheren Berateragentur „Maxidel Management“, wie die „Bild“ berichtet. Nachdem Diomande im Februar zur US-Agentur „Roc Nation“ gewechselt war, zog das frühere Management vor den internationalen Sportgerichtshof CAS. Im Zentrum stehen Forderungen in Millionenhöhe.

Hintergrund ist ein angeblicher Exklusivvertrag, den Diomande Ende 2025 beim Afrika-Cup in Marokko unterschrieben haben soll. Die Firma des früheren Kapitäns der Elfenbeinküste, Max Gradel, geht davon aus, dass die Vereinbarung bis zum 31. Dezember 2027 gültig ist. Kompliziert wird der Fall durch unterschiedliche Rechtslagen. Während solche Exklusivverträge in Frankreich möglich sind, gibt es sie in Deutschland nicht. Diese Lücke nutzten offenbar Diomandes neue Berater.

„Roc Nation“, geführt von Rap-Star Jay-Z, soll dem Spieler und seiner Familie den Wechsel auch finanziell attraktiv gemacht haben. Demnach standen Extra-Zahlungen im hohen sechsstelligen Bereich sowie Perspektiven auf lukrative Deals im Raum, darunter ein kürzlich abgeschlossener Ausrüstervertrag mit New Balance. Für die Agentur ist das ein übliches Investment. Bei einem künftigen Transfer könnten Provisionen zwischen zehn und 15 Prozent anfallen. Bei einer Ablösesumme von 100 Millionen Euro entspräche das Einnahmen von zehn bis 15 Millionen Euro.

Das Verhältnis zwischen Diomande und seiner früheren Agentur gilt als zerrüttet. Kontakt besteht nur noch im Rahmen des laufenden Verfahrens. Für RB Leipzig hat der Streit kaum Auswirkungen. Selbst wenn Diomande gegen Vereinbarungen mit seiner alten Agentur verstoßen haben sollte, bleibt das für den Klub ohne Bedeutung. In Deutschland zählen bei Transfers und Vertragsverlängerungen allein die Vereinbarungen zwischen Spieler und Klub – unabhängig von dessen Beratern.

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