Es droht eine saftige Geldstrafe
Ostseebad spricht skurriles Verbot aus
30.06.2026 – 17:08 UhrLesedauer: 1 Min.
Im Ostseebad Kolberg hängt ein seltsames Verbotsschild. In Großbuchstaben droht es mit einer Geldstrafe – zahlen müssen alle, die ihre sandigen Füße auf eine bestimmte Art loszuwerden suchen.
Der polnische Ostsee-Badeort Kolberg (polnisch: Kołobrzeg) in Westpommern ist auch bei deutschen Kur- und Badegästen beliebt: Neben historischen Sehenswürdigkeiten lockt insbesondere der breite Sandstrand die Touristen an.
Aber Vorsicht: Wer mit sandigen Füßen vom Strand kommt, sollte eins nicht tun – nämlich diese in einer öffentlichen Toilette säubern.
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Der polnische Journalist Michal Cessanis hat in der Toilette am Kolberger Leuchtturm ein skurriles Verbotsschild entdeckt und ein Foto davon bei Instagram verbreitet. Auf dem Schild steht: „Striktes Verbot, die Füße zu waschen.“
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Füßewaschen kostet mehr als 100 Euro
Den Grund liefert das Schild auch gleich mit: „Sand verursacht Verstopfungen in der Kanalisation.“ Darunter steht in Großbuchstaben und mit Ausrufezeichen, was bei Zuwiderhandlung droht: „GELDSTRAFE!“
Wie Cessanis recherchiert hat, fällt die Buße durchaus empfindlich aus. Ein Mitarbeiter der städtischen Touristeninformation habe ihm am Telefon gesagt, das Füßewaschen im öffentlichen Waschbecken schlage mit 500 Złoty zu Buche – umgerechnet sind das 116 Euro.
Der polnische Journalist findet das offensichtlich nicht besonders gut – und hat einen Verbesserungsvorschlag: Ob es nicht angemessener wäre, spezielle Wasserhähne zum Füßewaschen bei den Toiletten und den Ausgängen vom Strand zu installieren, als Strandbesuchern mit Strafe zu drohen, möchte er wissen.
