Bei DFB-Pokalsieg

Ein Bayern-Tor hätte nicht zählen dürfen


03.09.2026 – 07:49 UhrLesedauer: 1 Min.

Michael Olise: Sein Tor zum vorentscheidenden 3:1 hätte nicht zählen dürfen. (Quelle: IMAGO/Ralf Brueck)

Die erste Pokalhürde VfL Osnabrück hat der FC Bayern gemeistert. Davon profitierte er auch von einer Fehlentscheidung.

Trotz eines frühen Gegentores hat sich der FC Bayern am Ende souverän mit 4:1 (2:1) beim VfL Osnabrück durchgesetzt. Damit qualifizierte sich der deutsche Rekordmeister für die zweite Runde des DFB-Pokals. Allerdings: Einen Beigeschmack hat der Bayern-Sieg aufgrund des vorentscheidenden dritten Tores der Münchner.

In der 73. Spielminute setzte Lennart Karl mit einem Steckpass den Teamkollegen Michael Olise in Szene. Bei der Ballannahme sprang ihm das Spielgerät unabsichtlich an die Hand, bevor er den Ball sehenswert per Heber über den Osnabrücker Torwart Jonas Krumrey im Tor versenkte. Durch das 3:1 war das Spiel entschieden.

Doch das Tor hätte nicht zählen dürfen. Denn laut Regelauslegung muss einem Treffer die Anerkennung verwährt werden, wenn unmittelbar vor der Torerzielung die Hand im Spiel war. Das war beim Olise-Tor eindeutig der Fall. Ob das Handspiel absichtlich war oder nicht, ist für die Anerkennung des Tores irrelevant.

Bitter für Zweitligist Osnabrück: In der Bundesliga oder der 2. Bundesliga hätte der Treffer nicht gezählt, weil der Videobeweis eingreifen müsste. In der ersten Runde des DFB-Pokals gibt es hingegen keinen VAR (Video Assistant Referee), weil viele kleine Vereine ein Heimspiel haben und dort die Installierung des Systems mit hohem Aufwand verbunden wäre. Erst ab Runde zwei kommt das technische Hilfsmittel im Pokal zum Einsatz.

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