
Gesund, aber pleite?
ADAC warnt Urlauber vor gewaltiger Kostenfalle
Aktualisiert am 29.11.2025 – 10:10 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Magen-Darm-Virus kann schnell mehrere Tausend Euro kosten. Und ein Rücktransport nach Deutschland noch viel mehr. Wie Sie sich absichern und teure Überraschungen vermeiden.
Teure Arztbesuche, hohe Klinikrechnungen und fragwürdige Zusatzleistungen können Probleme schaffen. Wer im Ausland krank wird, muss für Behandlungen oft deutlich mehr zahlen als zu Hause. Der ADAC warnt: Ohne Versicherung kann der Urlaub schnell zum finanziellen Risiko werden.
Ob ein Sturz beim Wandern, eine Magenverstimmung durch das Buffet-Essen oder Kreislaufprobleme bei großer Hitze – wer im Urlaub ärztliche Hilfe benötigt, muss mit hohen Kosten rechnen. In vielen beliebten Reiseländern sind die Preise in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Besonders in Asien, Australien, Afrika oder der Karibik stellen Hotelärzte oftmals extrem hohe Rechnungen aus, die sofort bar beglichen werden müssen.
Doch auch die Preise seriöser Ärzte liegen oft deutlich über den deutschen. So kann beispielsweise eine Magen-Darm-Behandlung in Thailand 1.300 Euro kosten – für Privatpatienten in Deutschland sind es nur rund 75 Euro.
Der ADAC rät: „Um sich eine solche finanzielle Belastung zu ersparen, sollte man immer erst seine Versicherung kontaktieren.“ Allerdings übernehmen Auslandskrankenversicherungen nicht alle Kosten, insbesondere, wenn sie als überteuert gelten.
Ein Krankenrücktransport nach Deutschland kann besonders teuer werden. Das veranschaulicht ein Fall aus Thüringen: Für den Rücktransport einer Patientin mit einem Ambulanz-Jet wurden 250.000 Euro berechnet.
Um Überraschungen zu vermeiden, empfiehlt der ADAC:
Reisende sollten sich vorab darüber informieren, welche Leistungen ihre Versicherung im Ausland tatsächlich übernimmt. Wichtige Fragen: Sind ambulante und stationäre Behandlungen, eventuelle Rücktransporte und direkte Abrechnungen mit Ärzten oder Kliniken abgedeckt?
Wer regelmäßig ins Ausland reist, sollte eine entsprechende Police haben – und vor der Abreise klären, wie man im Notfall Hilfe bekommt.