„Beast from the East“ bringt Kälte-Schock

„Beast from the East“

Die Großwetterlage kippt


Aktualisiert am 18.01.2026 – 15:12 UhrLesedauer: 4 Min.

Wie die sibirische Kälte Deutschland erreicht, sehen Sie im Video. (Quelle: Glomex)

Ein markantes Hoch über Skandinavien krempelt die Wetterlage in Deutschland um – und das voraussichtlich bis in die letzte Januarwoche hinein.

Die Großwetterlage kippt: Die bisher vorherrschende westliche bis südwestliche Strömung wird durch eine östliche ersetzt. Aus Russland fließt dann trockene Luft nach Mitteleuropa. Nach aktuellen Prognosen könnte sich das Skandinavien-Hoch zwischen dem 19. und 25. Januar über Deutschland, Österreich und der Schweiz etablieren. Das verstärkt die östliche Anströmung und leitet eine markante Abkühlung ein. In englischsprachigen Medien wird das Hoch bereits als „Beast from the East“ bezeichnet – „Bestie aus dem Osten“ also, oder „Kältebestie aus dem Osten“.

Bereits am Wochenende dreht der Wind auf östliche Richtungen, wodurch sukzessive kühlere Luftmassen einströmen. Das Resultat: Während westlich einer Linie Münster–München noch Temperaturen zwischen 0 und 5 Grad gemessen werden, herrscht östlich davon verbreitet Dauerfrost bei Werten von minus 3 bis maximal 1 Grad. Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert am kommenden Dienstag frostige Temperaturen zwischen minus 2 und minus 8 Grad, in einigen Hochtälern im Südosten nahe minus 10 Grad.

Zur Wochenmitte sinken die Temperaturen weiter. Das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMWF) berechnet ab dem 23. Januar deutschlandweit Temperaturen im Minusbereich, wie die folgende Grafik zeigt.

Die Entwicklung des Skandinavien-Hochs bleibt nicht ohne Folgen für den Polarwirbel. Dieser große, kalte Luftwirbel über der Arktis ist ein zentraler Motor für das Winterwetter auf der Nordhalbkugel. Wird er gestört oder gar gespalten, kann kalte Luft weit nach Süden vordringen – auch nach Mitteleuropa.

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