Bayer Leverkusen patzt im Hexenkessel Piräus

Dämpfer in der Champions League

Frühes Gegentor: Bayer patzt im Hexenkessel von Piräus

Aktualisiert am 20.01.2026 – 23:14 UhrLesedauer: 2 Min.

Lucas Vázquez: Er konnte die Pleite nicht verhindern. (Quelle: Thanassis Stavrakis)

Die „Werkself“ hatte sich viel vorgenommen, geriet aber früh in Rückstand und betrieb dann Chancenwucher. Nun steht Bayer unter Druck.

Vizemeister Bayer Leverkusen muss um den Einzug in die K.-o.-Phase der Champions League bangen. Die Rheinländer unterlagen am siebten Spieltag der Ligaphase beim griechischen Meister Olympiakos Piräus mit 0:2 (0:2), haben das Weiterkommen mit neun Zählern aber weiter in der eigenen Hand, muss in einem „Endspiel“ gegen den FC Villarreal in der kommenden Woche (28. Januar) aber höchstwahrscheinlich gewinnen. Für Bayer war es im neuen Jahr die dritte Niederlage im dritten Spiel.

Costinha (2. Minute) und Mehdi Taremi (45.+1) erzielten bei stimmungsvoller Atmosphäre die Treffer für Olympiakos.

„Unser Ziel ist, in die nächste Runde zu kommen. Dazu haben wir die Möglichkeit mit einem Sieg“, hatte Trainer Kasper Hjulmand vor der Partie gesagt, seine Mannschaft sei trotz der empfindlichen Niederlagen gegen den VfB Stuttgart (1:4) und bei der TSG Hoffenheim (0:1) zum Jahresstart „sehr bereit für dieses Spiel“.

Doch Hjulmand musste mit ansehen, wie seine Mannschaft früh in Rückstand geriet: Der sträflich freigelassene Costinha köpfte nach einer Ecke zur Führung für die Gastgeber ein. Janis Blaswich, der anstelle des „längerfristig“ verletzten Stammkeepers Mark Flekken (Bänderverletzung im rechten Knie) im Tor stand und sein Startelf-Debüt für die „Werkself“ gab, konnte den Einschlag nicht verhindern.

Leverkusen bemühte sich in der Folge um Spielkontrolle, Loïc Badé (10.) vergab nach einer Ecke die Chance auf den Ausgleich. Bayer übernahm nun das Kommando und spielte sich wiederholt gefährlich vor das Tor: Lucas Vázquez (16.) scheiterte aus spitzem Winkel an Piräus-Keeper Konstantinos Tzolakis, Christian Kofane (25.) konnte eine scharfe Hereingabe von Badé nicht verwerten.

Bayer betrieb nun Chancenwucher: Tzolakis parierte einen Distanzschuss von Alejandro Grimaldo (37.) stark, kurz vor der Pause ließen Vazquez (44.) und Kofane (45.) das 1:1 aus kürzester Distanz teils kläglich liegen. Auf der Gegenseite schloss Taremi einen Konter eiskalt ab.

Nach dem Seitenwechsel drängte der Vizemeister sofort auf den Anschlusstreffer, Ibrahim Maza verzog aus spitzem Winkel (47.). Die Werkself kam in der Folge aber nur noch selten in die gefährliche Zone, die Partie verflachte ein wenig. Piräus verteidigte die Führung angepeitscht von den euphorischen Heimfans leidenschaftlich. Der eingewechselte Patrik Schick (80.) scheiterte am überragenden Tzolakis.

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