Auszeichnung in Reichweite
„Peile 100-Tore-Marke an“: Stürmer mischt Amateurbereich auf
Aktualisiert am 13.12.2025 – 08:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Er hat eine fast unheimliche Torausbeute: Batuhan Evren wirbelt den Amateurbereich in Hamburg mächtig auf. Nun visiert er sogar die 100-Tore-Marke an.
Am Samstag wird es einmal mehr ganz besonders auf Batuhan Evren ankommen. Dann tritt der Stürmer nämlich mit seinem 1. FC Hellbrook im Spitzenspiel der Kreisklasse Hamburg beim SV Alter Teichweg an. Hellbrook steht aktuell als Tabellenzweiter zwei Punkte vor dem kommenden Gegner und kann seinen ärgsten Verfolger mit einem Sieg nicht unwesentlich distanzieren.
Und Evren ist Hellbrooks wichtigster Mann. Seinen 55 Toren in 16 Spielen ist es zu verdanken, dass der Amateurklub im Aufstiegsrennen mitmischt – und mit insgesamt 111 Treffern sowie einer Differenz von 77 das mit Abstand beste Torverhältnis der Liga aufweist. Evren selbst führt nicht nur die ligainterne Torjägerliste an, sondern liegt auch in der bundesweiten „Torjägerkanone für alle“ in der 9. Liga klar vorne.
„In dieser Saison blühe ich richtig auf, habe wieder den Spaß am Fußball gefunden“, sagt der Angreifer im Interview mit Fussball.de. Und das sei keineswegs selbstverständlich, erklärt er. Noch vor Kurzem habe er mit „extremem“ Verletzungspech zu kämpfen gehabt. „Während dieser Zeit habe ich extrem zugenommen, war bei knapp 100 Kilogramm und nicht mehr fit“, sagt er. Inzwischen liege er bei 88 Kilo und will mindestens acht weitere Kilo abnehmen.
Doch schon jetzt ist der 23-Jährige ein enormer Mehrwert für seinen Verein in der Kreisklasse. In der Jugend hatte Evren unter anderem beim FC St. Pauli und beim VfL Wolfsburg gespielt. Zur Saison 2021/22 schaffte er den Sprung aus der Jugend in den Regionalliga-Kader des FC Eintracht Norderstedt. Satte acht Muskelfaserrisse in seiner ersten Saison im Herrenbereich hätten ihm dann aber einen Strich durch die Rechnung gemacht, erklärt er. Es ging für ihn über den Bramfelder SV zur Landesligamannschaft des Hamburger SV – und schließlich zu Hellbrook.
Bei Hellbrook ist man heilfroh ihn zu haben – zumal Evrens älterer Bruder Doguhan dort sein Trainer ist. „Er macht mir richtig Feuer unter dem Hintern, treibt mich an“, so Evren über das Verhältnis zu seinem Coach und Bruder. Nicht nur in seiner Rolle als Mannschaftskapitän tausche er sich viel mit Doguhan aus.
Offenbar mit Erfolg: Nur ein Punkt trennt Hellbrook aktuell von der Tabellenspitze. Zwar hat Spitzenreiter FC Gregs zwei Spiele weniger auf dem Konto, dennoch liest sich die Statistik beachtlich. Vor allem die von Evren persönlich. „Vor der Saison hatte ich mir 60 Tore zugetraut“, sagt er. „Dieses Ziel muss ich nach oben korrigieren, peile jetzt die 100-Tore-Marke an.“
Sollte er sich die bundesweite Torjägerkanone in der 9. Liga sichern, bekäme diese bei ihm einen Ehrenplatz, so Evren. Wichtiger sei aber der Erfolg mit Hellbrook. Die Meisterschaft und der Aufstieg in die Kreisliga sollen es sein. Und wenn er dann noch einige Kilo abnehme, „kann ich die Landes- oder Oberliga vielleicht noch einmal in Angriff nehmen“, sagt er.
