Vor WM
Wegen Fokus auf Klopp: Schweinsteiger kritisiert DFB
09.07.2026 – 22:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach dem Rücktritt von Julian Nagelsmann liegt der volle Fokus beim DFB auf Jürgen Klopp. Ein weiterer Name kursiert nicht. Damit hat Bastian Schweinsteiger ein Problem.
Dass Jürgen Klopp der neue Bundestrainer werden soll, daraus machte der DFB schon vor einer Woche kein Geheimnis. In der Pressemitteilung zum Rücktritt Julian Nagelsmanns hieß es: „Hinsichtlich der Neubesetzung des Trainerpostens wird die DFB-Spitze nunmehr das Gespräch mit Jürgen Klopp suchen. Er hat bereits seine grundsätzliche Bereitschaft zur Übernahme des Postens signalisiert.“
Seitdem werden die Gespräche vorbereitet und geführt. Eine Entscheidung gibt es noch nicht, eine Einigung gilt aber als wahrscheinlich. Weitere Kandidaten für das Amt gab es nicht. Das ist Bastian Schweinsteiger ein Dorn im Auge. Vor dem WM-Viertelfinale zwischen Frankreich und Marokko fragte der Weltmeister in der ARD: „Hat der DFB Alternativen?“
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Anschließend führte er aus: „Da fehlt mir so ein bisschen die Souveränität. Da gab es schon andere Zeiten, in denen man das anders gehandhabt hat.“ Aus Schweinsteigers Sicht ist der Fokus zu stark auf nur einen Mann ausgerichtet. „Sie wollen unbedingt ihn haben“, sagte er. Man müsse „schon aufpassen, dass man auch einen Gegenpol hat“.
Matthias Sammer und Lothar Matthäus als Alternativen
Seiner Meinung nach ist der Trainer aber nur Teil der Lösung: „Jürgen Klopp ist jetzt das Pflaster, aber ob er die Wunde komplett heilt, das weiß ich nicht. Da müssen wir in den nächsten Jahren mit der Spielergeneration arbeiten.“ Aus seiner Sicht wären Lothar Matthäus und Matthias Sammer sinnvolle Alternativen. „Vom Fachwissen sind sie ganz weit vorne“, stellte er klar.
Für die Zielsetzung in der Zukunft erhofft sich Schweinsteiger etwas mehr Demut. Er wäre zwar froh, „wenn wir wieder eine Nationalmannschaft hätten, wo die anderen Nationen sagen: Oh, die Deutschen, sie sind gut, wir haben Respekt vor ihnen, wir haben Angst vor ihnen. Das haben wir aber nicht.“
Ziel müsse es zunächst sein, „mal ein Viertelfinale bei einer Weltmeisterschaft zu erreichen, das wäre schon wieder gut“. Bei den vergangenen drei Weltturnieren verpasste die deutsche Mannschaft die Runde der besten acht jeweils deutlich.
