Bahn-Generalsanierung der Strecke Köln-Hagen: Monatelang Busse statt Züge

Fernzüge fahren während der gesamten Generalsanierung überhaupt nicht zwischen Köln, Wuppertal und Hagen. Wegen der maroden Brücke in Schwerte ist die Strecke für den Fernverkehr bis zum 15. Mai sogar bis Dortmund dicht. ICE-Züge von Köln nach Berlin und Hamburg fahren über Düsseldorf, Duisburg und das Ruhrgebiet – dadurch dauert die Fahrt etwa 20 bis 40 Minuten länger. In Wuppertal und Solingen halten während der fünf Monate keine Fernzüge, in Hagen sollen ab 15. Mai zumindest wieder einige fahren. Auch IC-Verbindungen entfallen auf dem Abschnitt ganz.

Im Regionalverkehr sind die verschiedenen Bauphasen entscheidend. Zeitweise sind alle Gleise dicht – dann fallen alle Züge auf etwa zehn Linien in dem Abschnitt aus. Das betrifft auch Züge aus Düsseldorf wie den RE 4 (Dortmund-Aachen) oder den RE 13 (Hamm-Venlo).

Während zwei Drittel der Bauzeit sind immerhin die S-Bahngleise zwischen Düsseldorf und Hagen befahrbar. Dort gilt dann ein extra Baustellen-Fahrplan.

Mit viel Geduld und rund 200 Bussen – das sind noch einmal deutlich mehr als ursprünglich geplant. Die Ersatzbusse sollen teilweise im Zehnminutentakt kommen. Einige sollen wie S-Bahnen alle Bahnhöfe auf der Strecke abfahren. Es werde aber auch Expressbusse geben, die über die Autobahn fahren und nur die größten Stationen verbinden, sagte Jaeger. Klar ist trotzdem: Mit dem Bus dauert die Fahrt um ein Vielfaches länger als mit dem Zug. Von Wuppertal nach Köln etwa braucht man gut eineinhalb Stunden statt wie sonst 34 Minuten mit dem Zug.

Am besten sehen Reisende in der Online-Auskunft, wie die eigene Verbindung trotz der Bauarbeiten funktioniert. Dort seien alle Änderungen während der Bauphase bereits eingepflegt, so die Bahn. Während der Sperrung sehe man dort auch in Echtzeit, ob der Ersatzbus pünktlich oder verspätet sei – was wegen des vielen Verkehrs in der Region durchaus vorkommen könne.

In den nächsten Jahren will die Bahn bundesweit rund 40 wichtige Strecken modernisieren und für den digitalen Ausbau vorbereiten. Noch bis zum 30. April läuft die Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin. Ab Juli 2026 sind umfangreiche Arbeiten an der rechtsrheinischen Strecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden vorgesehen. Zudem sind die Abschnitte Nürnberg – Regensburg und Obertraubling – Passau fällig. Für das Jahr 2027 ist die gebündelte Erneuerung und Modernisierung der Korridore Rosenheim – Salzburg, Lehrte – Berlin, Bremerhaven – Bremen und Fulda – Hanau vorgesehen.

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