Sturm zieht durch Deutschland

Bäume entwurzelt – ICE muss abgeschleppt werden

Aktualisiert am 24.10.2026 – 09:33 UhrLesedauer: 3 Min.

Feuerwehreinsatz in Wuppertal: Auf den Straßen sorgten umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste für Behinderungen. (Quelle: Gianni Gattus/dpa)

Entwurzelte Bäume, Sperrungen und beschädigte Häuser: Sturm „Luise“ hält die Feuerwehr im Dauereinsatz. Im Bahnverkehr kommt es zu Ausfällen, sogar ein ICE wird abgeschleppt.

Sturmtief „Luise“ hat am Freitagabend und in der Nacht zu Samstag zahlreiche Feuerwehreinsätze ausgelöst. In mehreren Städten stürzten Bäume und größere Äste auf Straßen und Wege. Auch der Bahnverkehr war durch umgestürzte Bäume beeinträchtigt.

In Duisburg rückte die Feuerwehr nach eigenen Angaben rund 40-mal wegen Sturmschäden aus. Ein Baum fiel auf einen Kiosk, weitere stürzten in Stromleitungen. Eine Autofahrerin fuhr in einen umgestürzten Baum. Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet.

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Sturm in Deutschland: 54 Einsätze allein in Wuppertal

Auch in Remscheid und Pulheim mussten Feuerwehrkräfte Bäume und Äste beseitigen. In Remscheid fiel ein größerer Baum gegen eine Lärmschutzwand an einer Autobahn. Weil er in die Fahrbahn ragte und auf diese zu stürzen drohte, wurde sie in Richtung Köln vorübergehend gesperrt. In Pulheim mussten unter anderem umgestürzte Bäume an der Bundesstraße 59 entfernt werden.

In Bottrop, Wuppertal und Leverkusen waren die Feuerwehren wegen des Sturmtiefs ebenfalls im Einsatz. In Bottrop zählten die Einsatzkräfte von Freitagnachmittag bis Samstagmorgen 23 sturmbedingte Einsätze, überwiegend wegen umgestürzter Bäume und abgebrochener Äste. In Wuppertal rückte die Feuerwehr zu 54 wetterbedingten Einsätzen aus. In Leverkusen wurden bis Mitternacht 18 wetterbedingte Einsätze registriert. Dabei stürzten mehrere Bäume um, weshalb Straßen zeitweise vollständig gesperrt werden mussten.

In Witten zählte die Feuerwehr bis zum Abend 13 Einsätze, überwiegend wegen umgestürzter Bäume und größerer Äste. In Hagen beschädigte ein umgestürzter Baum zwei geparkte Autos und das Dach eines Hauses. In Bochum wurde ein Mehrfamilienhaus von einem entwurzelten Baum getroffen.

Sperrungen, Verspätungen und Zugausfälle

Auch der Regional- und S-Bahn-Verkehr war wegen des Sturms betroffen. Auf mehreren Strecken lagen Bäume auf den Gleisen oder in Oberleitungen. Es kam in der Nacht zu Sperrungen, Verspätungen und Zugausfällen.

Am Karlsruher Hauptbahnhof flog ein Gegenstand in die Oberleitung. Reisende berichteten von „massivem Funkenschlag“. Bei Pforzheim am Nordrand des Schwarzwaldes prallte eine Regionalbahn mit Hunderten Fahrgästen an Bord gegen einen Ast und musste auf der Strecke stehen bleiben.

Bei Aachen blieb ein ICE mit 280 Fahrgästen nach einem Oberleitungsschaden liegen und wurde von einer Diesellok zum Bahnhof Stolberg geschleppt. Auch bei Neuss und in Stuttgart blockierten umgestürzte Bäume die Gleise.

Sturm entwurzelt ganze Bäume

Mehr als 130 Einsätze gab es auch in den Regionen Karlsruhe und Mannheim: Eine Radfahrerin wurde an einem Baggersee in Kronau (Landkreis Karlsruhe) am Kopf von einem herabfallenden Ast getroffen, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Dabei erlitt sie leichte Verletzungen. In Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis brachen wegen der Sturmböen Äste ab und fielen auf geparkte Fahrzeuge.

Im Video | Sturmböen von bis zu 100 km/h

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Quelle: Wetter.com
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