
Nächster Autozulieferer insolvent
Teknia Stuttgart meldet Zahlungsunfähigkeit an
05.02.2026 – 18:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Insolvenzwelle in der Automobilbranche reißt nicht ab. Mit der Teknia Stuttgart GmbH hat nun ein weiterer Zulieferer aus Baden-Württemberg Insolvenz angemeldet.
Der Autoteilzulieferer Teknia Stuttgart GmbH hat Ende November einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das bestätigte die bundesweit tätige Kanzlei PLUTA, die vom Amtsgericht Rottweil mit der vorläufigen Verwaltung betraut wurde. Der Insolvenzantrag reiht sich in eine Serie weiterer Unternehmenspleiten in der Region ein.
Das Unternehmen hat seinen Sitz entgegen dem Namen nicht in Stuttgart, sondern in Mahlstetten im Landkreis Tuttlingen. Die Teknia Stuttgart GmbH ist Teil der spanischen Teknia-Gruppe und produziert Fahrwerks- und Lenkungskomponenten für die Automobilindustrie. Das Insolvenzverfahren betrifft nach Angaben von PLUTA ausschließlich die deutsche Gesellschaft.
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Ilkin Bananyarli von PLUTA bestellt. Er erklärte, man habe sich bereits einen Überblick über die wirtschaftliche Lage verschafft und erste Gespräche geführt. Die Kunden würden weiterhin planmäßig beliefert.
Der Geschäftsbetrieb läuft trotz des Insolvenzantrags zunächst weiter. Die Löhne und Gehälter der rund 100 Beschäftigten sind für die kommenden drei Monate über das Insolvenzgeld abgesichert. Parallel dazu wurde ein Investorenprozess gestartet.
Die Suche nach Käufern oder Investoren wird als strukturierter M&A-Prozess von der Beratungsgesellschaft SGP Schneider Geiwitz Corporate Finance begleitet. Ziel ist es, die Teknia Stuttgart GmbH entweder an einen strategischen Investor oder einen Finanzinvestor zu veräußern oder mit einem anderen Unternehmen zusammenzuführen.
Als Gründe für die Zahlungsunfähigkeit nennt PLUTA vor allem Liquiditätsprobleme infolge der angespannten Lage in der Automobilbranche. Hinzu kämen eine rückläufige Auftragslage sowie geringere Abrufzahlen der Kunden als ursprünglich geplant.