Autokrise trifft Norden

Autozulieferer macht Werk mit 320 Beschäftigten dicht

Aktualisiert am 05.10.2026 – 11:44 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Breyden-Werk Ueckermünde (Archivbild): Die Gießerei schließt Ende des Jahres. (Quelle: IMAGO/Andy Bünning/imago)

Die Krise im Autobau reißt nicht ab. Jetzt trifft es ein Werk des Zulieferers Breyden im Norden. Doch es besteht Hoffnung für die Beschäftigten.

Die schwere Krise im deutschen Autobau trifft auch die Zulieferindustrie. Der Bremsenspezialist Breyden schließt seine Gießerei in Ueckermünde in Mecklenburg-Vorpommern. Betroffen sind 320 Beschäftigte.

Steigende Energiepreise und hohe Personalkosten machen dem Zulieferer nach eigenen Angaben zu schaffen. „Eine rückläufige Marktentwicklung und eine nicht ausreichende Auslastung führen dazu, dass die bestehenden Kostenstrukturen am Standort nicht mehr nachhaltig getragen werden können“, teilte das Unternehmen mit.

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Die massive Krise im deutschen Automobilbau greift längst auf die Zulieferindustrie über. Erst in der Vorwoche hatte der insolvente Maschinenbauer Paul Köster angekündigt, rund hundert der dreihundert Stellen zu streichen.

Silbitz Group in Torgelow buhlt um Beschäftigte

Vor dem Traditionsbetrieb aus Nordrhein-Westfalen waren bereits andere Zulieferer in die Krise gerutscht. In Saarburg erwischte es nach fast 90 Jahren das Unternehmen Tectro SMT, einen Spezialisten für technische Kunststoffteile. Auch der Textilveredler Lindenfarb, der unter anderem Porsche und Mercedes beliefert, rutschte in die Insolvenz.

Nun trifft es das Werk von Breyden in Mecklenburg-Vorpommern. Von der geplanten Schließung sind alle Arbeitsplätze betroffen, teilte der Konzern mit.

Allerdings erscheint die Lage für die Mitarbeiter nicht aussichtslos. Die Silbitz Group, zu der die Eisengießerei im 15 Kilometer entfernten Torgelow gehört, teilte mit, dass sie qualifiziertes Personal suche. Sie werde versuchen, Mitarbeiter der Eisengießerei Ueckermünde zu übernehmen. Eine Silbitz-Sprecherin sagte, der Standort Torgelow verfüge über Aufträge bis 2030. Nach ihren Worten werden dort unter anderem Motorblöcke für KI-Datenzentren sowie Dieselmotoren für Schiffe gebaut.

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