Konzernchef stellt Bedingungen

Kommt Mazdas Roadster-Ikone bald als E-Auto?


31.07.2026 – 10:59 UhrLesedauer: 2 Min.

Vier Sterne für den Sportwagen Mazda MX-5: Erwachsene 84 Prozent, Kinder 80 Prozent, Fußgänger 93 Prozent, Sicherheitsunterstützung 64 Prozent.

Generation ND: Die aktuelle Version des MX-5 ist bereits seit 11 Jahren auf dem Markt. (Quelle: Hersteller-bilder)

Der MX-5 gilt als einer der letzten puristischen Roadster. Nun bestätigt Mazda erstmals offiziell: Die nächste Generation könnte auch elektrisch fahren.

Der Mazda MX-5 ist der erfolgreichste Roadster der Welt. Seit seiner Weltpremiere 1989 hat der japanische Hersteller nach eigenen Angaben knapp 1,3 Millionen Exemplare gebaut. Die aktuelle Generation ist bereits seit 2015 auf dem Markt und gehört damit zu den langlebigsten der Modellreihe. Während Mazda am Nachfolger arbeitet, zeichnet sich eine grundlegende Änderung ab: Erstmals stellt der Hersteller auch einen elektrischen MX-5 in Aussicht.

Mazda-Chef Masahiro Moro bestätigte im Interview mit dem Fachmagazin „Auto Motor und Sport“, die nächste Generation müsse „auch bereit sein für ein Szenario ohne Verbrennungsmotor“. Damit öffnet sich Mazda erstmals offiziell für einen Elektroantrieb des Roadsters.

Weshalb der Schwenk so bedeutsam ist

Der Urvater: 1989 brachte Mazda sie erste Generation des MX-5 auf den Markt.

Und das stellt die Ingenieure vor ganz neue Herausforderungen, weil der MX-5 seit fast vier Jahrzehnten einem einfachen Konzept folgt: geringes Gewicht, Hinterradantrieb und eine ausgewogene Gewichtsverteilung. Diese Eigenschaften prägen das Fahrverhalten des Zweisitzers – und genau sie machen eine Elektrifizierung schwierig. Denn Batterien zählen zu den schwersten Bauteilen eines Elektroautos.

Lange hatte Mazda deshalb Zweifel an einem elektrischen MX-5 erkennen lassen. Noch Anfang 2026 erklärte Christian Schultze, Director Research & Operations von Mazda Motor Europe, dem niederländischen Magazin „AutoRAI“, ein batterieelektrischer Antrieb verändere die Architektur eines Fahrzeugs grundlegend – mit Folgen für Proportionen, Gewicht und Balance.

Ambitionierte Ziele

Offenbar hat inzwischen ein Umdenken eingesetzt. Moro gab im Gespräch mit „Auto Motor und Sport“ als Ziel für die Entwickler ein Fahrzeuggewicht zwischen knapp unter 1.000 und höchstens 1.200 Kilogramm aus. Trotz Elektroantrieb soll der Roadster damit nicht schwerer werden als die heutigen Modelle. Gleichzeitig schloss der Mazda-Chef den Einsatz teurer Leichtbaumaterialien wie Carbon aus.

Festgelegt hat sich Mazda auf einen Antrieb allerdings bisher nicht. Bereits zuvor hatte der Hersteller angekündigt, dass die nächste Generation den neuen Skyactiv-Z-Benziner erhalten soll. Auch eine Hybridversion gilt als möglich, sofern sie nach Angaben des Unternehmens Effizienz oder gesetzliche Vorgaben verbessert, ohne Gewicht oder Charakter des Fahrzeugs wesentlich zu verändern.

Bis der Nachfolger auf den Markt kommt, dürfte es allerdings noch dauern. Nach übereinstimmenden Medienberichten wird die nächste MX-5-Generation frühestens 2028 erwartet.

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