Evakuierung und Autobahnsperrung
Vier-Kilometer-Erdrutsch in Süditalien
Aktualisiert am 08.04.2026Lesedauer: 2 Min.
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Süditalien wird von schweren Unwettern getroffen. Plötzlich beginnt die Erde an der Adriaküste zu rutschen – und bedroht mehrere Wohnhäuser. Die Behörden reagieren.
Nach einem Erdrutsch an der süditalienischen Adriaküste sind eine wichtige Autobahn und eine Bahnstrecke in der Region lahmgelegt. Die lokalen Behörden haben erste Maßnahmen ergriffen und bereits 50 Menschen evakuiert. Wie Fabio Cicillano, der Chef des italienischen Zivilschutzes, erklärte, weite sich der Erdrutsch aktuell noch aus.
Der Erdrutsch erstreckt sich über etwa vier Kilometer in der kleinen Region Molise. Der Hang dort gilt seit Langem als instabil, Erdbewegungen wurden wiederholt registriert. Nach Unwettern habe sich der Erdrutsch nun „reaktiviert“, sagte Ciciliano. Gesperrt ist ein Abschnitt der Autobahn A14, die den Norden Italiens mit dem äußersten Südosten des Landes verbindet – in beide Richtungen. Auch der Bahnverkehr ruht.
Wie Antonio Decaro, der Präsident der Region Apulien, vor italienischen Journalisten erklärte, befürchtet er, dass sich der Erdrutsch auf die kommende Urlaubssaison auswirkt. „Wir hoffen, das Problem innerhalb weniger Tage oder Wochen lösen zu können, da wir uns auch auf die Ankunft vieler Touristen aus aller Welt vorbereiten, die verständlicherweise Schwierigkeiten haben werden, unsere Heimat, die Regionen Süditaliens, zu erreichen“, sagte er.
Aus dem Amtssitz von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hieß es, Italien sei durch die Verkehrsunterbrechungen „faktisch in zwei Teile geteilt“. Meloni stehe in ständigem Kontakt mit den lokalen Behörden. Wann die Verbindungen wiederhergestellt werden können, ist noch offen: Alle Maßnahmen dazu könnten erst nach technischen Prüfungen bewertet werden.
