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Samstag, Mai 28, 2022

Toyota ruft 300.000 Autos zurück

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Neuer Mega-Rückruf von Toyota: Europaweit müssen mehr als 300.000 Autos des japanischen Herstellers in die Werkstätten. Auch in Deutschland sind viele Kunden von der Aktion betroffen.

Kleinigkeit mit großer Wirkung: Weil Mitarbeiter eventuell bei der Fertigung einen Sensor nicht aktivierten, müssen die betroffenen Autos nun in die Werkstätten. Der Sensor ist ein Baustein vieler wichtiger Funktionen – ist er nicht in Betrieb, arbeitet auch mancher Assistent nicht. Betroffene wähnen sich unter Umständen in trügerischer Sicherheit.

Deshalb werden nun europaweit rund 319.000 Autos zurückgerufen, davon 28.100 Autos in Deutschland. Es handelt sich um das Crossover-Modell CH-R und den kleinen Yaris, jeweils gebaut zwischen dem 20. März 2020 und dem 2. August 2021.

Wichtiger Lebensretter möglicherweise inaktiv

In den betroffenen Autos wurde möglicherweise der sogenannte Millimeterwellensensor nicht aktiviert – ein Radarsensor, den viele Fahrassistenten benötigen. Beispielsweise das lebensrettende Notbremssystem PCS (Pre-Collision-System): Ohne den Sensor kann es keine Hindernisse erkennen und im Gefahrenfall weder warnen noch automatisch abbremsen. Obendrein heikel: Das PCS würde den Fahrer noch nicht einmal darüber informieren, dass es nicht informiert.

Bislang wohl keine Unfälle aufgrund des Mangels

In den Werkstätten komme es deshalb zur “Überprüfung und ggf. Einstellung des Radarsensors”, erklärt ein Toyota-Sprecher. Das Ganze dauere höchstens eine gute halbe Stunde. Unfälle aufgrund des Mangels seien dem Hersteller nicht bekannt. Toyota geht davon aus, dass nur wenige der zurückgerufenen Autos tatsächlich das Sensorproblem haben.

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