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Mittwoch, Mai 25, 2022

Gebrauchtes E-Bike kaufen: Auf diesen Mangel sollten Sie achten!

Muss lesen

Alter Anteil der E-Bike-Besitzer (Stand: 2020)
18-29 7,2 Prozent
30-39 10,6 Prozent
40-49 11,2 Prozent
50-64 18,8 Prozent
65+ 20,9 Prozent

Der Komponenten-Check

Neben dem Gang zum Händler können Sie ein gebrauchtes E-Bike auch aus privater Hand kaufen. Diese Alternative ist zwar in der Regel günstiger. Dafür ist hier aber eine Gewährleistung ausgeschlossen. Deshalb sollten Sie hier um so genauer den Zustand prüfen – und dabei nicht nur auf den Antrieb achten:

  • Funktioniert die Beleuchtung?
  • Sind Bremsen und Reifen in gutem Zustand?
  • Ist die Kette straff gespannt oder hängt sie durch?
  • Wie steht es um die Ritzel? Auffallend spitze und leicht gebogene Zähne der Zahnräder deuten auf hohen Verschleiß hin.

Wenn Sie hier Mängel feststellen, ist das erstmal kein Problem. Denn Ersatz lässt sich recht einfach auftreiben und montieren. Wenn es aber in die Preisverhandlung geht, sollten diese Mängel zur Sprache kommen.

Wichtiger ist da schon der Blick auf den Rahmen. Denn ein defekter Rahmen bedeutet oftmals einen Totalschaden. Und obendrein eine große Gefahr. Keinesfalls sollten Sie in diesem Fall ein Fahrrad nutzen. Hinweise auf einen beschädigten Rahmen sind Risse, Beulen, nachträgliche Schweißspuren oder Nachlackierungen, insbesondere an den Schweißpunkten.

Die Probefahrt

Wenn die Komponenten den Check bestanden haben, geht es an die Probefahrt. Achten Sie dabei darauf, dass sich das Rad stabil fahren lässt und der Lenker nicht flattert. Nun ist es auch an der Zeit, den Antrieb – die größte Problemzone des E-Bikes – genauer zu prüfen:

  • Arbeitet der Antrieb in allen Unterstützungsstufen?
  • Macht er auch Steigungen problemlos mit?
  • Hören Sie verdächtige Geräusche (etwa ein Klappern) aus dem Motor?

In erster Linie entscheiden drei Kriterien über den Zustand des Antriebs: Wartung, Laufleistung und Beanspruchung. Lassen Sie sich deshalb vor dem Kauf nachweisen, dass alle Service-Intervalle eingehalten wurden. Wenn das Serviceheft bestätigt, dass das E-Bike regelmäßig in einem Fachbetrieb gewartet wurde, dann dürfte es zu keinen bösen Überraschungen kommen.

Die Kilometerangabe auf dem Tacho verrät die Gesamtlaufleistung des E-Bikes (Akkus sind meist auf eine Laufleistung von rund 60.000 km ausgelegt). Zweifel kann der Diagnosebericht eines Fachhändlers ausräumen, der neben der Laufleistung auch die Betriebszeit und die Nutzung der einzelnen Fahrmodi verrät. Einen absoluten Schutz vor Manipulationen bieten aber nur wenige neue Modelle, von denen bislang nur wenige aus zweiter Hand verfügbar sind.

Hier fahren die meisten E-Bikes

Platz Bundesland Anteil der E-Bike-Fahrer
1 Niedersachsen 17,7 Prozent
2 Rheinland-Pfalz 17,5 Prozent
3 Nordrhein-Westfalen 17,4 Prozent
4 Hessen 16,7 Prozent
5 Schleswig-Holstein 16,6 Prozent
6 Bayern 16,3 Prozent
7 Baden-Württemberg 16,2 Prozent
8 Mecklenburg-Vorpommern 12,2 Prozent
9 Thüringen 12,1 Prozent
10 Bremen 11,6 Prozent
11 Saarland 11,4 Prozent
12 Hamburg 10,1 Prozent
12 Sachsen 10,1 Prozent
14 Sachsen-Anhalt 9,8 Prozent
15 Brandenburg 9,7 Prozent
16 Berlin 7,1 Prozent

Der Batterie-Check

Entweder sie funktioniert – oder eben nicht. Viel mehr können Sie über den Zustand der Batterie kaum herausfinden. Der Fachhändler hingegen hat dazu einige Möglichkeiten. Sein Diagnosewerkzeug kann genau auslesen, wie häufig der Akku bereits vollständig aufgeladen wurde. Außerdem kann der Fachmann bestimmen, wie hoch die Gesamtkapazität des Akkus noch ist.

Allerdings können Sie prüfen, ob die Batterie Spuren eines Sturzes oder andere Schäden (Dellen, Kratzer oder gar Risse) zeigt. Dann sollte der Akku ausgetauscht werden, da er im schlimmsten Fall in Brand geraten kann. Eine Ersatzbatterie kann allerdings einige hundert Euro kosten – und dann lohnt sich der Gedanke, einfach gleich ein neues E-Bike zu kaufen.

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