Familie erhält Millionenentschädigung nach Tod von Achtjähriger durch Polizeischüsse

Der Fall hatte 2021 in den USA für Aufsehen gesorgt: Die Familie von Fanta Bility erhält nach dem Tod ihrer Tochter durch Polizeischüsse eine Entschädigung in Millionenhöhe.

Die Familie von Fanta Bility erhält nach dem Tod ihrer achtjährigen Tochter durch Polizeischüsse im Jahr 2021 eine Entschädigung in Höhe von elf Millionen Dollar. Diese Einigung mit der US-Gemeinde Sharon Hill wurde vergangene Woche bekanntgegeben.

Der Tod von Fanta Bility im Jahr 2021 sorgte in den USA für einen Aufschrei. Nach einem Footballspiel in einer nahegelegenen kleinen Gemeinde bei Philadelphia wurde das Mädchen von einer Kugel in den Rücken getroffen und starb. Der Schusswechsel entstand durch einen Streit zwischen Teenagern, die im Besitz einer Waffe waren. Daraufhin gaben drei Polizeibeamte ebenfalls Schüsse ab, wobei einer davon das achtjährige Mädchen traf, das mit ihrer Familie im Auto saß.

Die Familie hatte daraufhin drei Klagen gegen die Gemeinde Sharon Hill eingereicht, welche nun beigelegt wurden. Darin hieß es, die Beamten seien nicht ausreichend ausgebildet und beaufsichtigt worden. Die Polizei habe zudem übermäßige Gewalt angewendet, als sie in der Nähe eines Footballstadiums auf das Fahrzeug schoss, in dem Fanta und ihre Familie saßen. Drei weitere Personen wurden bei dem Vorfall verletzt, darunter auch Fantas ältere Schwester.

“Kein Geldbetrag könnte Fanta jemals zurückbringen”

“Es gibt keinen Geldbetrag, der Fanta jemals zurückbringen oder die schreckliche Tragödie, die sich am 27. August 2021 ereignet hat, aus unserem Gedächtnis löschen könnte”, sagte Fantas Mutter Tenneh Kromah in einer Erklärung auf NBC News. Die Anwaltskanzlei, die die Familie vertritt, erklärte, sie hoffe, dass die Einigung “ein gewisses Maß an Gerechtigkeit und Verantwortlichkeit für diejenigen bringen werde, deren Leben durch den Vorfall für immer verändert wurde”.

Die drei Polizisten, die an dem Tag in die Menge schossen – Brian Devaney, 43, Sean Dolan, 26, und Devon Smith, 35 – bekannten sich im vergangenen Jahr in zehn Fällen der fahrlässigen Gefährdung für schuldig und entgingen damit den schwereren Anklagen wegen Totschlags und fahrlässiger Tötung. Sie wurden im Mai zu einer fünfjährigen Bewährungsstrafe verurteilt.

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