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Samstag, Mai 28, 2022

Das ändert sich 2022 für Autofahrer

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2022 werden Masken zur Pflicht in jedem Auto – zwar nicht im Gesicht, aber dafür im Verbandskasten. Fehlen sie, droht ein Bußgeld. Alle weiteren Neuerungen finden Sie hier im Überblick.

Auch zu diesem Jahreswechsel müssen Autofahrer wieder neue Regelungen beachten. Sie betreffen unter anderem den Führerschein, die Spritkosten und die Maskenpflicht. Alles Neue in der Übersicht.

Führerscheintausch kostet 25 Euro

Viele alte Führerscheine verlieren 2022 ihre Gültigkeit. Wer zwischen 1953 und 1959 geboren ist und noch ein rosafarbenes oder graues Dokument besitzt, muss dieses bis zum 19. Januar 2022 gegen einen fälschungssicheren Scheckkarten-Führerschein eintauschen. Der kostet 25 Euro und ist 15 Jahre gültig. Wer mit einem alten Führerschein in eine Polizeikontrolle gerät, zahlt ein Verwarngeld von 10 Euro.

Insgesamt 43 Millionen deutsche Führerscheine müssen gegen neue, einheitliche und fälschungssichere Dokumente ausgetauscht werden – gestaffelt bis zum Jahr 2033. Hier erfahren Sie alles Wichtige dazu.

Neue Assistenten

Neue Pkw-Typen müssen ab dem 6. Juli mit zusätzlichen Assistenzsystemen ausgestattet sein. Vorgeschrieben ist unter anderem ein intelligenter Geschwindigkeitsassistent (Intelligent Speed Assistance, ISA), der den Fahrer bei Überschreiten des aktuellen Tempolimits warnt. In der Regel dürften dazu die Daten der kamerabasierten Verkehrszeichenerkennung genutzt werden. Zu den weiteren obligatorischen Helfern zählen ein Notbremsassistent sowie ein Notfall-Spurhalteassistent. Darüber hinaus werden ein Unfalldatenspeicher (Black Box) und eine Schnittstelle für eine alkoholempfindliche Wegfahrsperre zur Pflicht.

Für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen – also vor allem Transporter und Lkw – ist ab 2022 der ein Abbiegeassistent vorgeschrieben, der vor Unfällen warnt. Zunächst gilt die Regelung für neue Typen, ab 2024 für alle Neuwagen.

Höherer CO2-Preis

Kraftstoff dürfte 2022 teuer bleiben. Am 1. Januar erhöht sich der CO2-Preis auf 30 Euro pro Tonne, wodurch die Kosten für den Liter Benzin um 8,4 Cent steigen. Diesel wird um 9,5 Cent teurer. Wie viel das Tanken letztendlich kostet, hängt aber auch von anderen Faktoren wie der Ölpreisentwicklung ab.

Maskenpflicht im Verbandskasten

Der Verbandskasten im Auto muss jetzt zwei Mund-Nase-Schutze enthalten. Das sieht eine Verordnung der Bundesregierung vor. Wann genau sie in Kraft tritt, ist noch unklar.

Die Regelungen zum Verbandskasten gehen aber weit darüber hinaus. Unter anderem ist genau vorgeschrieben, was er enthalten soll und wann er erneuert werden muss. Alle Infos dazu finden Sie hier.

Schärfere Förderkriterien für Plug-in-Hybride

Eine Förderung vom Staat erhalten Käufer eines Plug-in-Hybrids ab dem 1. Januar nur noch, wenn das Modell eine elektrische Mindestreichweite von 60 Kilometern aufweist. Später sind 80 Kilometer vorgeschrieben – ursprünglich sollte das 2025 der Fall sein, die neue Bundesregierung will nun schon 2023 strenger werden. Bislang lag der Mindestwert bei 40 Kilometern beziehungsweise einem Maximal-Ausstoß von 50 Gramm CO2 pro Kilometer. Die Emissionsgrenze bleibt auch im kommenden Jahr unverändert.

Neue HU-Plakette

Die gelbe HU-Plakette verliert ihre Gültigkeit. Autofahrer, die 2022 ihr Fahrzeug zur Hauptuntersuchung (HU) bringen, erhalten nach bestandener Prüfung eine grüne HU-Plakette. Sie weist auf die Fälligkeit der nächsten HU im Jahr 2024 hin. Ausnahme: 2022 erstmals zugelassene Autos müssen erst 2025 zur HU. In Deutschland wird das Jahr der anstehenden Hauptuntersuchung durch eine Farbe markiert. Nacheinander kommen Blau, Gelb, Rot, Rosa, Grün und Orange zum Einsatz. Die HU-Plakette wird am hinteren Kennzeichen so angebracht, dass der Fälligkeitsmonat oben steht. Wird der Termin mehr als zwei Monate überschritten, drohen Bußgelder. Außerdem steigen die Kosten für die dann ausführlichere Untersuchung.

Kauf digitaler Inhalte

Für Autofahrer gelten ab 2022 außerdem neue Vorschriften für Kaufverträge mit digitalen Inhalten. Das betrifft laut dem Autobmobilclub AvD auch Ausstattungen wie Spurhalte-Techniken, intelligente Geschwindigkeitsassistenten mit Abbremsfunktionen, automatische Einparkhilfen oder auch die Verkehrszeichenerkennung. Ist die Software in den Kaufvertrag einbezogen, hat der Verbraucher neben der klassischen Gewährleistung jetzt das durchsetzbare Recht auf dauerhafte Nutzung der Systeme, wenn ohne sie das Auto nicht funktionstüchtig ist. Der Unternehmer ist gesetzlich verpflichtet, die Funktionen dem Käufer immer zur Verfügung zu stellen und dauerhaft weiterzuentwickeln.

Daneben gelten eigenständige Regeln für die Einbeziehung digitaler Produkte in Verbraucherverträge. Bei Autos betrifft das unter anderem die Infotainment-Software, externe Online-Dienste oder die sogenannten “Over-the-Air-Updates”. Wer solche Produkte oder Dienste anbietet, muss den Kunden vor Vertragsschluss umfassend über die Vertragsinhalte informieren. Die Dienste müssen dauerhaft nutzbar sein, andernfalls kann der Nutzer seine Gewährleistungsansprüche geltend machen. Verbraucher sind dann laut dem Club auch vor überraschenden Vertragsverlängerungen geschützt. Alle Verträge müssen nach Ablauf der ursprünglich vereinbarten Laufzeit stets mit einer Frist von einem Monat kündbar sein.

Neue Vignetten für die Alpenländer

Wer in Österreich die Autobahn nutzen will, braucht ab 2022 eine orangefarbene Vignette. Sie gilt von Dezember 2021 bis Januar 2023. Die Preise steigen um durchschnittlich 1,4 Prozent. So kostet die Jahresvignette 93,80 Euro, die Zwei-Monats-Vignette 28,20 Euro. Wer für einen Tag unterwegs ist, zahlt 9,60 Euro. Für Motorradfahrer liegen die Beträge bei 37,20 Euro, 14,10 Euro und 5,60 Euro. Eine digitale Vignette kann im Internet gebucht werden, mit der Registrierung des Kennzeichens entfällt das Kleben. Eine Jahresvignette für die Schweiz kostet 38 Euro und gilt für 14 Monate für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen. Auch hier gibt es eine elektronische Version zum gleichen Preis.

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