Auto-Kennzeichen im Überblick – welches Nummernschild wofür dient

Von Rot bis Grün

Kennzeichen-Dschungel: Welches Nummernschild wofür ist


13.02.2026 – 14:59 UhrLesedauer: 3 Min.

Nummernschilder: Die meisten Autos haben ein Eurokennzeichen mit blauem Rand. (Quelle: Bernd Thissen/dpa)

Ohne Zulassung darf normalerweise kein Auto auf öffentlichen Straßen fahren. Welche Kennzeichen es neben dem klassischen EU-Kennzeichen noch gibt.

Schwarze Ziffern auf weißem Grund, am linken Rand ein blauer Streifen mit Sternenkreis und Länderkürzel: Das EU-Kennzeichen ist das gängigste unter den Kennzeichen und hat 1994 die alten Schwarz-weiß-Schilder abgelöst.

Es besteht aus einem Unterscheidungszeichen für den Verwaltungsbezirk der Zulassungsbehörde und einer Erkennungsnummer. Die setzt sich aus ein oder zwei Buchstaben und bis zu vier Ziffern zusammen. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Kennzeichen mit ganz speziellen Bedeutungen:

Sie wurden 2015 eingeführt, sehen aus wie das EU-Kennzeichen, haben aber ein „E“ hinter der Erkennungsnummer eingeprägt, das Sonderrechte und Vorteile signalisiert. Kommunen dürfen E-Autos, Plug-in-Hybriden oder E-Autos mit Brennstoffzelle kostenloses Parken einräumen, Zufahrtsbeschränkungen aufheben oder Busspuren für Stromer freigeben.

Das Gesetz sieht zwei spezielle Zulassungsarten für Oldtimer vor: das H-Kennzeichen und das rote Wechsel-Kennzeichen. Ersteres gilt seit 1997 und ist für den Dauerbetrieb des Fahrzeugs gedacht. Das „H“ steht dabei für „historisch“. Der Vorteil dieser Zulassungsart liegt in einer günstigeren Besteuerung.

Für Anfahrten zu und Abfahrten von solchen Veranstaltungen benötigen Fahrzeuge mit rotem Oldtimerkennzeichen keine Betriebserlaubnis und keine Zulassung. Probe- und Überführungsfahrten sowie Fahrten in die Werkstatt sind damit ebenfalls erlaubt.

Oldtimer werden per Gesetz als Fahrzeuge definiert, „die vor mindestens 30 Jahren erstmals in Verkehr gekommen sind, weitestgehend dem Originalzustand entsprechen, in einem guten Erhaltungszustand sind“.

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