
Auswärtiges Amt mit Reiswarnung
Airlines annullieren Flüge nach Venezuela
Aktualisiert am 03.01.2026 – 17:16 UhrLesedauer: 2 Min.
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Das Auswärtige Amt rät aufgrund der aktuellen Lage dringend von Reisen nach Venezuela ab. Zudem wird vor Reisen in die unmittelbaren Grenzgebiete gewarnt.
Bereits am Morgen hatte die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) Flüge rund um Venezuela untersagt. Grund sind die andauernden militärischen Aktivitäten (Details dazu im Newsblog), heißt es. Diese verbieten kommerzielle und private US-Flüge in bestimmten Gebieten. Konkret handelt es sich um die venezolanische Küstenstadt Maiquetía, die Karibikinsel Curaçao, Piarco auf der Insel Trinidad und Tobago sowie San Juan auf Puerto Rico.
Kurz zuvor hatten die USA vor Reisen nach Venezuela gewarnt. „Reisen Sie nicht nach Venezuela. US-Bürger in Venezuela sollten sich an Ort und Stelle in Sicherheit bringen und das Land unverzüglich verlassen, sobald dies gefahrlos möglich ist“, hieß es in einer Mitteilung.
Auf der Internetseite des Auswärtigen Amts wird bislang nur dringend davon abgeraten, nach Venezuela zu reisen. Von Reisen in die unmittelbaren Grenzgebiete zu Kolumbien und Brasilien wird hingegen konkret gewarnt. Nun hat das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für das gesamte südamerikanische Land erlassen. Deutsche Staatsangehörige in Venezuela seien aufgerufen, an einem sicheren Ort zu bleiben, erklärte das Auswärtige Amt am Samstag nach einer Sitzung des Krisenstabs. Das Auswärtige Amt stehe „im engsten Kontakt“ mit der Botschaft in Caracas.
Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten in Österreich hat indes die Reisewarnung Sicherheitsstufe 4 (von 4) für das ganze Land ausgesprochen.
Einige Airlines haben bereits auf die aktuelle Situation reagiert. „Aerotelegraph.com“ berichtet, dass KLM, Tuifly und Corendon Flüge in die Karibik annulliert haben. Einige Monate zuvor hatten weitere Fluggesellschaften angekündigt, Venezuela aufgrund der Unruhen nicht mehr anzufliegen.
KLM erklärte, man beobachte die Situation genau und entscheide, wie weitere Flüge und Flugrouten angepasst werden. TUI-Sprecherin Petra Kok teilte auf Nachfrage des Nachrichtenportals „Zakenreisnieuws.nl“ mit, dass drei TUI-Flüge bereits abgesagt wurden. Betroffen sind Flüge nach Curaçao, Aruba und Bonaire. „Ob morgen Flüge durchgeführt werden, ist bislang nicht bekannt. Wir verfolgen die Situation genau und sobald es mehr Klarheit gibt, wird eine Entscheidung über die Flüge von morgen getroffen.“ Kok ergänzte: „Die Urlauber, die sich derzeit in Curaçao aufhalten und heute nicht zurückfliegen können, werden vor Ort untergebracht. Die Lage auf der Insel ist ruhig.“
Die Reisekonzerne weisen darauf hin, dass sich betroffene Fluggäste auf den Internetseiten der Airlines über den weiteren Verlauf informieren sollen.