French Open in Paris
Tennis-Wahnsinn: Krimi im Viertelfinale – Publikum tobt
Aktualisiert am 03.06.2026 – 19:16 UhrLesedauer: 10 Min.

Der letzte verbliebene Mitfavorit neben Alexander Zverev trifft auf einen Italiener in Topform. Wer schafft es ins Halbfinale?
In Paris rückt das Feld immer weiter zusammen. Mit Félix Auger-Aliassime steht nach Alexander Zverev der in der Weltrangliste am besten platzierte verbliebene Spieler im Turnier. Der Kanadier, derzeit Nummer vier der Welt, trifft nun auf Flavio Cobolli. Der Italiener, an Position zehn gesetzt, spielte bislang ebenfalls stark auf in der französischen Hauptstad und will erstmals in seiner Karriere das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers erreichen.
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Félix Auger-Aliassime – Fabio Cobolli 6:4, 4:6, 4:6, 2:3
4. Satz, 6:4, 4:6, 4:6, 2:3 – Was für ein Glück für Cobolli! Auger-Aliassime will den Punkt vorbereiten, schickt den Italiener weit in die Ecke. Fast schon im Spagat erreicht dieser aber noch den Ball – und sein Return rollt vor dem abschlussbereiten „FAA“ über das Netz, unerreichbar. Kurz darauf provoziert er den nächsten Rückhand-Fehler beim Kanadier und hat einmal mehr Breakball. Augier-Aliassime will dagegenhalten, versucht es immer wieder mit der Rückhand – und landet erneut im Aus.
4. Satz, 6:4, 4:6, 4:6, 2:2 – Das ist gerade der entscheidende Unterschied: Auger-Aliassime hält mit – aber Cobolli gewinnt überwiegend die wichtigen Ballwechsel. Bei 30:30 und einer eventuellen Break-Chance unterläuft ihm ein Rückhand-Fehler, Cobolli schließt dann mit der nächsten starken Vorhand ab.
4. Satz, 6:4, 4:6, 4:6, 2:1 – Schon wieder: Auger-Aliassime ist schnell 40:0 vorne, hält die Ballwechsel kurz – und dann feuert ihm Cobollo einen krachenden Vorhand-Return entgegen. Mit einem Service-Winner schließt der Kanadier trotzdem ab.
4. Satz, 6:4, 4:6, 4:6, 1:1 – Cobolli zieht nach. Zu Null. Mit einem Stopp gegen die Laufrichtung seines Gegners. Warum nicht?
4. Satz, 6:4, 4:6, 4:6, 1:0 – Auch bei 0:40 lässt es sich Cobolli nicht nehmen, einfach mal einen überragenden Vorhand-Longline einzustreuen. Das macht seinem Gegner zu schaffen. Sein Aufschlagspiel bringt er trotzdem durch. Aber dieser verlorene dritte Satz wird noch an ihm nagen.
3. Satz, 6:4, 4:6, 4:6 – Cobolli variiert, und das in dieser Phase. Mit einem Aufschlag durch die Mitte überrascht er Auger-Aliassime und holt sich mit dem nächsten ganz feinen Stopp diesen dritten Satz. Auger-Aliassime ist gereizt, gerade schon verwickelte er sich in Diskussionen mit dem Stuhlschiedsrichter, nun läuft er im letzten Ballwechsel bis zum Netz durch und muss sich sichtlich zusammenreißen, nicht mit dem Schläger auf das Netz einzudreschen. Der Kanadier hat den Court kurz verlassen, muss sich wohl wieder sammeln. Denn er wird sich auch fragen, wie er diesen Satz verlieren konnte: 35 zu 34 gewonnene Punkte, 11 zu 10 Gewinnschläge, 9 zu 15 unerzwungene Fehler – und trotzdem 4:6. Auch, weil Cobolli direkt seine einzige Breakchance genutzt hat. Die Bilanz von „FAA“? Null von sieben.
