
Umfrage
Hohe Preise und Reichweitenangst bremsen E-Auto-Umstieg
Aktualisiert am 27.01.2026 – 11:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Neue staatliche Zuschüsse bis 6.000 Euro locken, doch hohe Strompreise und Ladeprobleme halten viele vom E-Auto fern. Wie begründet sind die Vorbehalte?
Viele Autofahrer in Deutschland sehen nach wie vor hohe Hürden für den Umstieg auf ein Elektrofahrzeug. Fast zwei Drittel (63,9 Prozent) geben in einer Civey-Umfrage an, ist die Anschaffung sei zu teuer. Jeweils gut die Hälfte (51 Prozent) der Fahrerinnen und Fahrer von Verbrennern führen in der Erhebung für den Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) fehlende Lademöglichkeiten im Alltag und die Sorge vor einer zu geringen Reichweite von E-Autos als Hinderungsgründe an.
Civey hat für die den Angaben zufolge repräsentative Umfrage vom 18. Dezember 2025 bis 1. Januar 2026 online 3.500 Menschen aus der deutschen Gesamtbevölkerung sowie 2.800 Autofahrerinnen und Autofahrer befragt.
Das Fazit des ZVEI: Wahrnehmung und Realität klaffen weit auseinander. So seien zum Beispiel fast drei Viertel (71 Prozent) derjenigen, die bereits ein E-Auto nutzen, mit der Ladeinfrastruktur zufrieden. In der Verbrenner-Gruppe seien es nur 30 Prozent.
Auch Bedenken wegen zu geringer Reichweite seien unbegründet, argumentiert der Verband: „Niemand muss Sorge haben, liegenzubleiben“, sagt Azar Mottale, ZVEI-Bereichsleiterin Mobilität. „Verunsicherung, getrieben durch politische und ideologische Debatten, bremst den Umstieg aufs E-Auto.“
Ausbaubedarf sieht der Verband jedoch bei Lademöglichkeiten in Großstädten – sowohl öffentlichen als auch in Häusern mit mehreren Wohnungen. Zudem dürfe das Laden eines E-Autos an öffentlichen Stromtankstellen nicht teurer sein als das Tanken fossiler Kraftstoffe, was häufig der Fall sei. Deutschland habe im europäischen Vergleich die höchsten Strom- und Ladepreise.
Wer sein Elektroauto oder bestimmte Plug-in-Hybride ab dem 1. Januar neu zugelassen hat, kann die Förderung beantragen.