Renaturierung des Flusses
Von der „Stinkepanke“ zum beliebten Ausflugsziel
22.03.2026 – 13:54 UhrLesedauer: 2 Min.
Einst war die Panke eine Kloake für sämtliche Abfälle, heute ist sie ein Vorzeigeprojekt der Renaturierung. Doch die Idylle könnte sich bald ändern.
Von Bernau bis Berlin-Mitte schlängelt sich der Fluss Panke durch den Norden der Hauptstadt. Während er lange Zeit einen schlechten Ruf hatte, hat sich das Image des Flusses dank zahlreicher Projekte mittlerweile gewandelt – heute führt ein beliebter Wanderweg durch die Stadt an der Panke entlang.
In Zeiten der Industrialisierung und der zunehmenden Bevölkerung in Berlin im 19. Jahrhundert wurde der Fluss vor allem als Kloake für Industrieabfälle und menschliche Ausscheidungen genutzt. In der Zeit erhielt das Gewässer den unrühmlichen Namen „Stinkepanke“.
Seit den 1980er Jahren ging es aber bergauf mit dem Fluss. Im Zuge der Wasserentnahmerichtlinie der Europäischen Union (EU) gründete sich das gemeinsame Projekt „Panke 2015“ von Berlin und Brandenburg.
Seitdem haben Renaturierungsmaßnahmen für eine deutlich bessere Wasserqualität gesorgt. Das zeigte die Studie eines Forschungsteams der TU Berlin, das 30 Jahre lang Daten gesammelt und untersucht hatte.
Sie zeigte aber auch: Die Wasserqualität der Panke leidet unter den Folgen des Klimawandels. Wegen fehlender Niederschläge verändert sich laut dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei die Wasserchemie.
Denn durch trockene Phasen gelangen Schadstoffe wie Ammonium und Phosphat weniger verdünnt in den Fluss. Noch sind die Konzentrationen unbedenklich, wie die Auswertung der Daten im Jahr 2023 ergab. Weil sich das jedoch ändern kann, werden weiter regelmäßig Proben entnommen.
