Bahn-Bauarbeiten

Ausbau der Strecke Berlin–Dresden verzögert sich um vier Jahre

Aktualisiert am 02.04.2026 – 12:31 UhrLesedauer: 1 Min.

Baurbeiten der Deutschen Bahn (Archivbild): Der Ausbau der Strecke dauert länger als gedacht. (Quelle: IMAGO/Jochen Eckel/imago)

Teile der zweiten Baustufe auf der Bahnstrecke gehen erst vier Jahre später als geplant ans Netz. Grund ist unter anderem ein Moorgebiet.

Mehrere Abschnitte der Bahnstrecke Berlin-Dresden werden vier Jahre später fertig als geplant. Die DB InfraGO verschiebt Teile der zweiten Baustufe auf Ende 2033 – ursprünglich sollten sie 2029 in Betrieb gehen. Das geht aus einer Pressemitteilung der DB hervor.

Betroffen ist vor allem der Abschnitt zwischen Blankenfelde und Wünsdorf-Waldstadt. Die Planungsunterlagen für diesen und zwei weitere Teilbereiche im nördlichen Streckenabschnitt müssen überarbeitet werden, bevor das Eisenbahn-Bundesamt sie prüfen kann. Als Ursache nennt die DB InfraGO gestiegene Anforderungen im Planfeststellungsverfahren – darunter Umweltauflagen wegen Eingriffen in ein Moorgebiet bei Zossen.

Alle Bauarbeiten in den betroffenen Abschnitten sollen später in einer einzigen gemeinsamen Streckensperrung erledigt werden. Das Unternehmen will damit verhindern, dass Fahrgäste mehrfach mit Sperrungen rechnen müssen.

Nicht alles verschiebt sich. Der Umbau des Bahnhofs Zossen bleibt im Zeitplan und soll Ende 2027 abgeschlossen sein. Parallel dazu wird der Bahnübergang Thomas-Müntzer-Straße noch bis ins kommende Jahr auf eine neue Schrankenanlage umgerüstet, die dann an das künftige Stellwerk in Zossen angeschlossen werden soll.

Darüber hinaus prüft die DB InfraGO nach eigenen Angaben, einzelne Maßnahmen entlang der Strecke vorzuziehen – darunter den Umbau des Bahnhofs Elsterwerda, den Rückbau von Bahnübergängen und den Neubau mehrerer Brücken. Ob und wann diese Vorhaben konkret umgesetzt werden, ließ das Unternehmen offen.

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