SEK-Einsatz in Frankfurt
Auftragskiller sollte Morde mit Videobrille filmen
Aktualisiert am 07.07.2026 – 15:41 UhrLesedauer: 1 Min.
Eine Gruppierung will Kontrahenten gezielt ausschalten. Ermittlungen zufolge sollen bis zu drei Menschen sterben. Am geplanten Tattag schlägt das SEK zu.
Spezialeinheiten der Polizei haben offenbar mindestens einen mutmaßlichen Auftragsmord verhindert. Wie das Zollfahndungsamt Frankfurt am Main und das Hessische Landeskriminalamt (LKA) am Dienstag mitteilten, schlugen Elitepolizisten am vergangenen Freitag zu und nahmen fünf Tatverdächtige fest.
Einer der fünf Männer im Alter von 18 und 19 Jahren sei als Schütze vorgesehen gewesen. Er sollte den Ermittlungen zufolge am Freitag mit einer Videobrille filmen, wie er ein bis drei Personen in der Frankfurter Innenstadt erschießt, sagte eine Sprecherin des Zollfahndungsamtes t-online.
- Deutliche Vorhersage: Jörg Kachelmann kündigt „katastrophalen“ Sommer an
- Unfall in Urlaubsland: Deutscher stürzt 20 Meter in die Tiefe – tot
Aufmerksam auf die geplanten Morde seien die Beamten durch „kriminaltaktische Maßnahmen in einem laufenden Ermittlungsverfahren“ geworden, hieß es. Kriminaltaktische Maßnahmen können etwa Durchsuchungen oder Vernehmungen nach Festnahmen sein. „Nur durch das umgehende Eingreifen der Zollfandungs- und Polizeikräfte konnten unmittelbar bevorstehende Auftragsmorde verhindert werden“, teilten Zollfahndungsamt und LKA mit.
Zu den Hintergründen der mutmaßlich geplanten Attentate schweigen die Behörden bislang. Sicher ist: Im Zuge der fünf Festnahmen wurden auch zwei Objekte in Frankfurt durchsucht. Dabei fanden die Beamten zwei scharfe Schusswaffen, 50 Schuss Munition, rund 300 Gramm Haschisch und „weitere tatrelevante Gegenstände“.
Die fünf verdächtigen jungen Männer bezeichnen die Ermittler als Gruppierung. Ein Ermittlungsrichter am Amtsgericht Wiesbaden ordnete für alle fünf Untersuchungshaft an.
