Streamingdienst
Telekom stellt MagentaTV um – das sollten Kunden wissen
31.03.2026 – 13:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Telekom stellt derzeit viele Kunden auf MagentaTV 2.0 um. Für manche Nutzer ist das mit spürbaren Einschränkungen verbunden. Was Betroffene jetzt wissen sollten.
Die Telekom hat damit begonnen, eine große Zahl von Bestandskunden auf die neue Plattform MagentaTV 2.0 zu überführen. Für Nutzer älterer Receiver hat das Folgen: Lokal gespeicherte Aufnahmen gehen bei der Umstellung verloren, und Sky-Inhalte lassen sich auf der neuen Hardware nicht mehr aufnehmen.
Die neue Version des TV-Angebots ist seit Februar 2024 verfügbar. Seitdem stellt das Unternehmen schrittweise alle Kunden um, entweder automatisch oder durch einen aktiven Tarifwechsel. Laut Telekom verfügt MagentaTV 2.0 unter anderem über eine individuell anpassbare Startseite, eine übergreifende Suche per Text und Sprache, eine Kennzeichnung kostenloser Inhalte sowie Unterstützung für UHD 4K und Dolby 5.1.
In einem Faktencheck auf ihrer Webseite stellte die Telekom klar, dass es keinen festen Stichtag gebe, bis zu dem Kunden selbst handeln müssten. Der in einigen Foren und Medienberichten genannte Termin 31. März 2026 als Abschaltdatum sei falsch. Richtig ist allerdings, dass zum Monatsende offenbar viele Kunden gleichzeitig umgestellt werden.
Der für Nutzer folgenreichste Punkt: Wer auf einem klassischen Media-Receiver wie dem MR 401 oder MR 601 Filme oder Serien auf der Festplatte gespeichert hat, verliert diese Inhalte. MagentaTV 2.0 setzt ausschließlich auf Aufnahmen in der Cloud. Eine Übertragung lokaler Daten ist laut Telekom nicht vorgesehen. Sobald ein Konto umgestellt wird, funktioniert der alte Receiver nicht mehr. Wer seine Aufnahmen noch sehen möchte, sollte das daher vorher tun.
Auf der neuen Plattform stehen je nach Tarif 50 oder 100 Stunden Speicherplatz in der Cloud bereit. Aufnahmen sind dort laut Telekom nur noch 90 Tage lang verfügbar, sofern sie nicht als Favorit markiert sind.
Kunden, die Sky über die Telekom gebucht haben, müssen sich auf eine weitere Einschränkung einstellen: Sky-Sender lassen sich auf der neuen Plattform nicht mehr aufnehmen. Die Inhalte werden über die WOW-Schnittstelle eingebunden und unterliegen demnach Lizenzauflagen, die eine Aufnahme in der Cloud nicht vorsehen.
Auch die Timeshift-Funktion – also das Pausieren des laufenden Programms – sei bei Sky-Inhalten nur eingeschränkt oder gar nicht verfügbar, heißt es. Die linearen Sky-Kanäle sowie die Sky-Go-App bleiben weiterhin nutzbar.
Bei einer automatischen Umstellung erhalten Kunden bei Bedarf ein neues Gerät: die MagentaTV-One-Box der zweiten Generation. Alte Geräte müssen in diesem Fall laut Telekom nicht zurückgeschickt werden – sie funktionieren nach der Umstellung allerdings auch nicht mehr. Wer den Wechsel hingegen selbst über einen Tarifwechsel anstößt, muss die neue Hardware aktiv bestellen und alte Geräte zurücksenden. Die Telekom betont, die Umstellung erfolge in keinem Fall zu schlechteren Konditionen als zuvor.
