Auch Hamburger Firma Fritz-Kola verlässt Verband

Austrittswelle geht weiter

Fritz-Kola verlässt Verband wegen Nähe zur AfD

27.11.2025 – 16:03 UhrLesedauer: 2 Min.

Fritz-Kola-Flaschen stehen am Hafen (Archivbild): Auch die Hamburger Getränkefirma tritt aus dem Verband der Familienunternehmer aus. (Quelle: IMAGO / Marius Schwarz)

Auch Fritz-Kola hat den Verband der Familienunternehmer verlassen. Grund ist die Öffnung des Verbands für Gespräche mit der AfD.

Der Hamburger Getränkehersteller Fritz-Kola hat seine Mitgliedschaft im Verband der Familienunternehmer beendet. Das Unternehmen reagierte damit auf die Entscheidung des Verbands, Gespräche mit der AfD aufzunehmen, wie Fritz-Kola mitteilte.

Zuvor hatten bereits die Drogeriemarktkette Rossmann und der Hausgerätehersteller Vorwerk den Verband aus demselben Grund verlassen. Ein Sprecher von Fritz-Kola erklärte: „Eine offene, demokratische Gesellschaft bildet für uns die Grundlage wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Handelns. Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Mitgliedschaft im Verband beendet.“

Auch die Drogeriekette dm hat ihre Mitgliedschaft im Verband beendet. Der Austritt erfolgte bereits vor einigen Monaten. Christoph Werner, Geschäftsführer von dm, erklärte, dass er eine pauschale Ablehnung der AfD nicht unterstütze. Dennoch lehne dm sowohl eine polarisierende Debatte als auch Positionen der AfD ab, die die freiheitlich-demokratische Grundordnung infrage stellen.

Frank Werneke, Vorsitzender der Gewerkschaft Verdi, forderte eine klare Abgrenzung der Wirtschaft gegenüber Rechtsextremen. In einem Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe betonte er: „Die Geschichte mahnt, wie wichtig eine klare Abgrenzung der Wirtschaft gegenüber Rechtsextremen ist. Also: Wehret den Anfängen!“

Marie-Christine Ostermann, Präsidentin des Verbands der Familienunternehmer, verteidigte die Öffnung gegenüber der AfD. Sie erklärte, dass der Dialog mit Andersdenkenden nicht bedeute, deren Positionen zu akzeptieren. Ostermann betonte zudem, dass eine Regierung mit Beteiligung der AfD nicht infrage komme, da deren Weltanschauung nicht mit den Überzeugungen des Verbands vereinbar sei.

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