Auch Melania Trump gerät ins Visier

Attacke auf Trump-Lager: US-Moderator wird bei Oscars bejubelt


Aktualisiert am 16.03.2026 – 05:04 UhrLesedauer: 2 Min.

Sparte nicht mit deutlichen Worten: Jimmy Kimmel bei der Oscar-Verleihung 2026. (Quelle: Chris Pizzello/dpa)

Jimmy Kimmel sparte bei seinem Auftritt nicht mit Kritik. Dafür suchte er sich besonders zwei Ziele aus – und die Angriffe hatten besondere Hintergründe.

Mit Spannung wurde erwartet, ob es bei der Oscar-Verleihung 2026 scharfe Kritik an der aktuellen politischen Lage in den USA und Präsident Donald Trump geben würde. Doch die meisten Laudatoren und Preisträger beschränkten sich bei ihren Auftritten auf warme Worte für ihnen nahestehende Personen.

Einer aber ließ es sich nicht nehmen, auch bei der feierlichen Gala in Los Angeles scharfe Attacken gegen die rechte US-Regierung zu fahren: Late-Night-Talker Jimmy Kimmel.

Der 58-Jährige, der selbst viermal die Oscars moderiert hatte (2017, 2018, 2023, 2024) trat dieses Mal als Laudator auf und sollte die Nominierten in der Kategorie „Beste Dokumentation“ ankündigen – und nutzte die Gelegenheit: „Wir hören bei solchen Shows eine Menge über ‚Mut‘, aber eine Geschichte zu erzählen, für die du ermordet werden könntest, ist wirklicher Mut“, sagte Kimmel mit Blick auf die nominierten Produktionen, unter anderem „Ein Nobody gegen Putin“ und „Cutting Through Rocks“ aus dem Iran.

Dann setzte er an: „Wie Sie wissen, gibt es einige Länder, deren Führungen keine freie Meinungsäußerung erlauben“, sagte Kimmel und erntete da schon erste Lacher. „Es ist mir nicht erlaubt, zu sagen, welche das sind“, fuhr er fort. „Belassen wir es einfach bei Nordkorea und CBS.“ Im Dolby Theatre brandete an dieser Stelle lauter Applaus auf, auch ein Raunen ging durch den Saal.

Kimmel bezog sich dabei auf den deutlichen Rechtsruck beim US-Fernsehsender CBS, der seit dem Zusammenschluss des Medien-Giganten „Paramount Skynet“ von David Ellison geleitet wird, dem Sohn des Milliardärs und Trump-Unterstützers Larry Ellison. Unter Ellisons Regentschaft wurden wesentliche Umbauten und Neubesetzungen besonders in der Nachrichtenabteilung des Senders vorgenommen.

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