Piraten-Remake im Test
„Assassin’s Creed Black Flag Resynced“ – Rückkehr in die Karibik
08.07.2026 – 12:00 UhrLesedauer: 5 Min.
Vor 13 Jahren stach Edward Kenway zum ersten Mal in See. Nun kehrt der Freibeuter in einem runderneuerten „Black Flag“ zurück. Unser Test zeigt, was das Remake besser macht und wo es hakt.
Als „Assassin’s Creed IV: Black Flag“ 2013 veröffentlicht wurde, galt es als eines der besten Piratenspiele seiner Zeit: eine offene Karibik, nahtlose Seeschlachten und eine Riege eigenwilliger Figuren. Mit „Black Flag Resynced“ schickt Ubisoft den Freibeuter Edward Kenway jetzt zurück in ein komplett neu entwickeltes Remake, ergänzt um rund sechs Stunden neuer Inhalte. Die Frage für Fans: Bleibt der Reiz des Originals erhalten oder verliert er sich in der Politur?
Story: Freibeuter zwischen Gold und Gewissen
„Black Flag Resynced“ erzählt wie schon das Original die Geschichte von Edward Kenway. Zwischen 1715 und 1722, mitten im Goldenen Zeitalter der Piraterie, schlägt sich der Waliser als Freibeuter durch die Karibik. Er jagt Reichtümer und Ruhm sowie einen sagenumwobenen Ort namens Observatorium, der mächtige Gegner auf den Plan ruft. Dabei gerät Edward zwischen die Fronten von Assassinen und Templern. An seiner Seite tauchen bekannte Piraten wie Blackbeard, Anne Bonny und Calico Jack auf.
Die Handlung folgt drei Strängen: der Suche nach Freiheit und Gold, dem Ringen um ein gefährliches Geheimnis und Edwards Wandel vom eigennützigen Abenteurer zu einem Mann, der Verantwortung übernimmt. Wer möchte, kann viele Nebenaufgaben abseits der Hauptgeschichte angehen. Story, Setting und Atmosphäre gehören zu den größten Stärken des Spiels und tragen auch über lange Passagen hinweg.
Grafik: Ein Wiedersehen zum Genießen
Der größte Sprung gelingt „Resynced“ bei der Technik. Die neue Anvil-Engine, aufwendige Lichtberechnung und komplett überarbeitete Umgebungen lassen die Karibik in einem ganz neuen Licht erstrahlen. Städte gehen ohne Ladepausen ineinander über, Objekte reagieren dynamischer auf die Umgebung.
Am eindrucksvollsten wirkt das in ruhigen Momenten: Wenn sich das Sonnenlicht im Ozean bricht, während wir auf dem Meeresgrund nach versunkenen Schätzen tauchen, oder wenn ein Tropensturm über eine karibische Insel hereinbricht, während wir gerade einen Aussichtspunkt erklimmen, darf man ruhig kurz innehalten. Auf dem PC lief die Testfassung stabil, nur vereinzelt fielen kleine grafische Aussetzer auf. Insgesamt ist das Ergebnis sehenswert.
Auch auf der Konsole ist „Assassin’s Creed Black Flag Resynced“ optisch gelungen. Sowohl auf der PS5 als auch auf der PS5 Pro gibt es drei Einstellungen: „Performance“, „Balanced“ und „Fidelity“. Im Performance-Modus läuft das Spiel laut Ubisoft mit konstanten 60 Bildern pro Sekunde (FPS / Frames per Second), bei „Balanced“ sollen es 40 FPS und bei „Fidelity“ 30 FPS sein. Ob die angegebenen Frameraten konstant gehalten werden, konnten wir technisch nicht prüfen. Sichtbare Einbrüche der Bildwiederholrate haben wir nicht bemerkt.
