Polarluft bringt extreme Temperaturen
Nach Schneesturm kommt arktische Kältewelle
09.01.2026 – 15:38 UhrLesedauer: 3 Min.
Deutschland steht nach dem Schneesturm eine arktische Kältewelle bevor. Das Wetter am Wochenende wird eisig.
Am 10. Januar schwächt sich das Sturmtief auf seinem Weg nach Süden allmählich ab. Doch seine Rotation reicht aus, um die eiskalte Luft vom Nordpol weit nach Deutschland zu führen. In der Nacht sinken die Temperaturen in der Nordhälfte des Landes auf Werte zwischen -2 und -9 Grad. Im Westen bewegen sich die Temperaturen zischen -2 und -4 Grad. Im Süden liegen sie knapp um den Gefrierpunkt. Mit der einströmenden Kaltluft sinkt die Schneefallgrenze in der Südhälfte Deutschlands auf 200 bis 500 Meter.
Video | Meteorologe warnt: Hier droht massive Glätte
Player wird geladen
Eine Prognose des globalen GFS-Wettermodells für Samstagmorgen veranschaulicht die Wirkung der einströmenden eiskalten Polarluft:
Im Verlauf des Samstags fallen die Temperaturen weiter, verbreitet stellt sich Dauerfrost ein. Nördlich einer gedachten Linie von Münster bis Dresden fallen die Temperaturen auf Werte bis zu -12 Grad. Das Schneefallgebiet verlagert sich im Tagesverlauf südwärts: Am Vormittag liegt es etwa zwischen Köln und Berlin, am Abend dann südlich von Mannheim und Nürnberg. In der Nacht auf Sonntag zieht es sich weiter zurück, bis südlich der Donau. Gleichzeitig klart es im Norden auf, stellenweise ist Sonnenschein möglich.
Bis zum Abend erreicht die eisige Polarluft auch den Süden und den äußersten Westen Deutschlands. Hier zeigt das Thermometer nach aktuellen Wetterprognosen dann bis zu -11 Grad an. Im Osten sinken die Werte unterdessen auf Minimalwerte von -17 Grad. Aber dies ist noch nicht die Spitze der arktischen Kältewelle.