ARD-Zuschauer ärgern sich über auffällige Parallele

Zuschauer enttäuscht

Frust wegen Kölner „Tatort“: „Was soll das? Wer will das?“


12.01.2026 – 08:37 UhrLesedauer: 2 Min.

Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär, l) am Fundort der Leiche eine erste Untersuchung vor: Der Kölner „Tatort“ von Sonntagabend spaltet die Gemüter. (Quelle: WDR/Thomas Kost)

Aufmerksamen Zuschauern des Kölner „Tatorts“ fiel es sofort auf: Das Format mit Ballauf und Schenk wies eine Parallele auf. Für sie nicht der einzige Grund, um sich zu ärgern.

Erst am zweiten Weihnachtsfeiertag lief der Münchner Tatort „Das Verlangen“ im Theatermilieu, nun folgt die Kölner Oper-Episode. Die thematischen Überschneidungen sind kaum zu übersehen: In beiden Fällen ermitteln die Kommissare in einem Ensemble unter Druck, Alkoholprobleme spielen eine Rolle, der Mord ereignet sich während der Proben. Auch Details wie Masken im Fundus und Kostümreihen als Tatorte kehren wieder.

„Das sieht aus wie der letzte Tatort aus München: nur mit Oper statt Theater. Was soll das? Wer will das?“, kommentierte ein Zuschauer bereits kurz nach Sendestart in den sozialen Medien. Ein anderer schrieb: „Neulich der Quatsch mit dem bayerischen Theater und heute die Kölner Oper.“

Die ARD steht nicht zum ersten Mal wegen solcher Doppelungen in der Kritik. Bereits Anfang 2024 liefen mit dem Kölner Fall „Des Anderen Last“ und dem Göttinger „Geisterfahrt“ innerhalb weniger Wochen zwei Episoden zur prekären Situation in der Paketbranche. Damals verwiesen die Senderverantwortlichen auf Unterschiede in der Fallstruktur und einen langfristigen Abstimmungsprozess.

Doch für das Publikum bleibt der Eindruck: Die Koordination innerhalb der ARD funktioniert nicht. Wer die Planung so durchwinkt, nimmt in Kauf, dass sich die Fälle gegenseitig entwerten. Statt Vielfalt gibt es Wiederholung – und das ausgerechnet in einer Krimireihe, die gesellschaftliche Relevanz für sich beansprucht.

Aktie.
Die mobile Version verlassen