Ansprüche haben sich geändert

ARD reagiert auf Kritik von Anna Maria Mühe


Aktualisiert am 07.06.2026 – 17:30 UhrLesedauer: 3 Min.

Anna Maria Mühe: Sie hat sich kritisch über die Programmplanung der Sender geäußert. (Quelle: IMAGO/STAR-MEDIA)

Kürzlich äußerte Anna Maria Mühe Kritik an der Programmplanung der Sender. t-online fragt nach, was Das Erste dazu sagt und wie Ausstrahlungskonzepte zustande kommen.

Die ARD hat sich auf Nachfrage von t-online zur Kritik von Schauspielerin Anna Maria Mühe geäußert. Angesprochen auf die schlechte Quote der Serie „Totenfrau“ im linearen TV, hatte sie zuvor im Interview gesagt: „Man darf auch nicht unterschätzen, dass wir ausgerechnet an diesem Tag zum ersten Mal in ganz Deutschland richtig schönes Wetter hatten und wir den ersten warmen Abend genießen durften. Da ist einfach niemand vorm Fernseher.“

Vonseiten des Senders hieß es nun: „Die lineare Ausstrahlung von ‚Totenfrau‘ erfolgte am Samstag, 2. Mai, um 20.15 Uhr im Ersten – und damit in einem prominenten Programmfenster.“ Unbeantwortet ließ der Sender aber die Frage, wie die ARD die Einschaltquoten der zweiten Staffel von „Totenfrau“, die komplett am 2. Mai lief, bewertet und ob diese den Erwartungen entsprachen.

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„Totenfrau“ überzeugte im linearen TV nicht

Tatsächlich hatte die erste Folge der zweiten Staffel von „Totenfrau“ im linearen Fernsehen Anfang Mai nur 1,74 Millionen Menschen erreicht. Das entsprach einem schwachen Marktanteil von 9,5 Prozent. Zum Vergleich: Ein „Tatort“ erreicht durchschnittlich zwischen acht und zehn Millionen Zuschauer. Wichtig zu erwähnen ist im Fall von „Totenfrau“ aber auch, dass die komplette Serie bereits seit einem Jahr auf Netflix abrufbar ist. Anna Maria Mühe selbst hatte betont, dass sich auch diese Gegebenheit auf die Einschaltquoten ausgewirkt haben könne.

„Totenfrau“: Anna Maria Mühe spielt die Protagonistin Blum. (Quelle: HR/ARD Degeto/ORF/Mona Film/Barry Films/Victoria Herbig)

Anna Maria Mühe hoffte, dass die Serie in der Mediathek besser angenommen werde. Diese Hoffnung teilt offenbar auch der Sender. Von der ARD hieß es, dass „die Serie auf den oberen Plätzen der ARD-Mediathek kuratiert“ wurde, denn heutzutage bemesse sich die Sichtbarkeit eines Formats „nicht mehr allein an seinem linearen Sendeplatz, sondern ebenso an seiner digitalen Präsenz“. Hierzu nannte der Sender Zahlen aus dem ersten Monat: „Die Folgen der ersten beiden Staffeln von ‚Totenfrau‘ wurden im Kuratierungszeitraum vom 1. bis 30. Mai in der ARD-Mediathek insgesamt 5,5 Millionen Mal abgerufen.“

Ob das als Erfolg zu werten ist, ließ der Sender offen. Doch auch hierzu ein Vergleich: Der „Tatort“-Abschied der Münchner Ermittler Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Batic (Miroslav Nemec) war im April innerhalb von einer Woche zwei Millionen Mal gestreamt worden, war aber auch einer der stärkeren Fälle.

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