Neues Smartphone

Apple reicht Klage gegen OpenAI ein


10.07.2026 – 23:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Firmenschild von Apple: Das Unternehmen geht gerichtlich gegen OpenAI vor. (Symbolbild) (Quelle: IMAGO/Balkis Press/ABACA/imago)

Der iPhone-Hersteller wirft dem KI-Unternehmen vor, sich rechtswidrig vertrauliche Informationen besorgt zu haben. Auch die Ex-Firma einer Apple-Ikone wird genannt.

Der Technologieriese Apple hat gegen die KI-Firma OpenAI Klage eingereicht. Der iPhone-Hersteller wirft der ChatGPT-Firma vor, Geräte bauen zu wollen, die Apples Rechte verletzen. In der beim US-Bezirksgericht für den nördlichen Bezirk von Kalifornien eingereichten Klage wird OpenAI eine koordinierte Aktion zum Diebstahl vertraulicher Informationen von Apple vorgeworfen, darunter Produktdesigns, Fertigungsprozesse und Lieferkettenstrategien.

„Auf allen Ebenen, von den Mitarbeitern der technischen Abteilung bis zum Chief Hardware Officer, und in Abstimmung mit Geschäftspartnern hat OpenAI Geschäftsgeheimnisse und vertrauliche Informationen von Apple gestohlen“, erklärte das Unternehmen laut dem US-Sender CNBC in seiner Klage.

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OpenAI hatte im vergangenen Jahr angekündigt, Geräte mit seinen KI-Anwendungen auf den Markt bringen zu wollen. Bislang gibt es nur Apps für Computer und Smartphones. Es hatte sich ausgerechnet den ehemaligen Apple-Chefdesigner Jony Ive an Bord geholt. Dessen Name wird aber in der Klage nicht erwähnt, berichtet CNN, aber seine Ex-Firma io Products.

Sam Altman, Chef von OpenAI: Sein Unternehmen soll sich vertrauliche Informationen von Apple besorgt haben. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Nathan Posner/imago)

Zwei ehemalige Apple-Mitarbeiter stehen im Fokus

Außerdem werden zwei OpenAI-Mitarbeiter genannt, die zuvor bei Apple tätig waren. Einer war zuständig für das Hardwaredesign von iPhones und Apple Watches. In der Klage soll Apple einem der Mitarbeiter vorwerfen, das Unternehmen verlassen zu haben, ohne eine Vertraulichkeitserklärung unterschrieben und seine Firmengeräte zurückgegeben zu haben. Er soll Unterlagen zur Hardware von Apple und andere Dokumente heruntergeladen haben, zitiert CNN aus der Klageschrift.

Der andere Mitarbeiter soll laut Apple versucht haben, mit vertraulichen Informationen von Apple Mitarbeiter abzuwerben und ihnen Tipps gegeben haben, wie sie bei Apple aussteigen können. Wie CNN über eine Recherche bei LinkedIn herausfand, hat OpenAI mindestens zehn ehemalige Apple-Ingenieure eingestellt.

Neues Produkt könnte im November kommen

Mit der Klage dürfte sich das Verhältnis der beiden Tech-Firmen deutlich verschlechtern. Noch 2024 hatten beide eine Partnerschaft verkündet, mit der ChatGPT in das Betriebssystem der iPhones integriert wurde. Doch seit OpenAI angekündigt hatte, selbst Smartphones zu entwickeln, kühlte die Beziehung ab. Als OpenAI die Firma io Products von Jony Ive kaufte, verschärfte sich die Situation. Apple hat mittlerweile angekündigt, sein eigenes KI-System Siri ab Herbst auf Googles Gemini zu basieren.

OpenAI hat noch nicht bekannt gegeben, wann genau und welche Hardwareprodukte es auf den Markt bringen wird, doch Altman erklärte im November, dass die ersten Prototypen bereits fertiggestellt seien. Zu der Klage gab es bislang keine Stellungnahme von OpenAI.

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