Anzeigen gegen Touristen im Teide-Nationalpark explodieren

Touristen im Visier

Teneriffa greift durch: Dreimal mehr Anzeigen gegen Störenfriede


06.01.2026 – 13:49 UhrLesedauer: 2 Min.

Teneriffa: Der Gipfel des Vulkans Teide erhebt sich über die Landschaft. Der Pico del Teide ist mit 3.718 Metern der höchste Berg Spaniens und der höchste Vulkan Europas. (Quelle: IMAGO/Iombi Garcia)

Wer die sensible Natur Teneriffas nicht achtet, muss immer häufiger mit Konsequenzen rechnen. Welche Art Störenfriede wird am häufigsten angezeigt?

Auf Teneriffa greifen die Behörden vermehrt gegen Verstöße in der Natur durch. Im Nationalpark Teide rund um den Vulkan Pico del Teide wurden im vergangenen Jahr deutlich mehr Anzeigen ausgestellt als noch wenige Jahre zuvor. Das berichtet das Nachrichtenportal „teneriffa-news.com“ mit Verweis auf aktuelle Zahlen der Behörden.

Allein in den vergangenen zwei Jahren sei die Zahl der Anzeigen dort um mehr als 300 Prozent gestiegen. Während 2023 nur 81 Ordnungswidrigkeiten registriert wurden, waren es 2024 bereits 224. Im gerade abgeschlossenen Jahr 2025 kamen den Angaben nach weitere 371 hinzu.

Auch im Teno- und im Anaga-Gebirge registrierten die Behörden laut „teneriffa-news.com“ deutlich mehr Verstöße. Hier stieg die Zahl der „Knöllchen“ ebenfalls. Wurden 2023 noch 657 Anzeigen gezählt, waren es 2024 bereits 921. Im vergangenen Jahr seien schließlich in beiden Regionen insgesamt 1.382 Ordnungswidrigkeiten registriert worden.

Teneriffas Umweltministerin Blanca Pérez wertet den Anstieg der Anzeigen als Ergebnis eines besser koordinierten Umweltmanagements. Entscheidend sei vor allem, dass inzwischen auch an Wochenenden regelmäßig kontrolliert werde – etwas, das früher nur in Ausnahmefällen geschehen sei. Für Teneriffa, das zu fast 50 Prozent aus Naturschutzgebiet besteht, seien die regelmäßigen Kontrollen wichtig. Es müsse bekannt werden, dass weder Touristen noch Einheimische die geltenden Regeln missachten dürften.

Besonders deutlich habe die Zahl der Anzeigen gegen Wanderer sowie wegen Feuervergehen zugenommen. Verstöße im Zusammenhang mit Feuer, darunter auch verbotenes Grillen, stiegen von 35 auf 119. Anzeigen gegen Wanderer, etwa wegen des Verlassens markierter Wege, erhöhten sich von 55 auf 195. Viele dieser Verstöße wurden laut Ministerium rund um die Maifeiertage festgestellt. Der Großteil der Anzeigen entfiel demnach auf Touristen, darunter auch spanische Urlauber.

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