
Antikes Frachtschiff entdeckt
Italienische Einsatzkräfte halten überraschende Entdeckung geheim
03.02.2026 – 18:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Vor Süditalien stoßen Einsatzkräfte zufällig auf ein römisches Frachtschiff auf dem Meeresboden. Mehr als ein halbes Jahr muss die Entdeckung geheim gehalten werden – aus Sorge vor Plünderungen.
Vor der süditalienischen Küste ist der Finanzpolizei bei einer routinemäßigen Kontrolle ein außergewöhnlicher Fund gelungen: Auf dem Meeresboden entdeckte sie die Überreste eines antiken römischen Frachtschiffs mit mehreren Amphoren an Bord. Der Fund sei bereits vergangenen Sommer erfolgt, habe aber aus Sorge vor Plünderungen streng geheim gehalten werden müssen, hieß es in einer Mitteilung der Behörde zu dem besonderen Fund vor der Küste Italiens.
Das Schiff wird etwa auf das 4. Jahrhundert datiert, wie die Zeitung „La Repubblica“ unter Berufung auf Experten berichtete. Es sei wahrscheinlich von Nordafrika aus gestartet und habe in den Amphoren sogenanntes Garum transportiert. Dabei handelt es sich um ein Standardgewürz aus der antiken römischen Küche – eine Würzsoße auf Basis von fermentiertem Fisch.
Die Einsatzkräfte waren im Juni vergangenen Jahres für Seepatrouillen vor der Küste der Stadt Gallipoli im Süden der Region Apulien unterwegs und hatten zufällig Unregelmäßigkeiten auf dem Meeresboden festgestellt. Sie entschieden sich zu Tauchgängen und stießen dabei auf die Überreste des Frachtschiffs. Seit dem Fund vor der italienischen Küste steht das Gebiet unter ständiger Überwachung.
In den kommenden Monaten sollen Archäologen das Wrack systematisch dokumentieren und untersuchen. Die Arbeiten sollen neue Erkenntnisse über Handelsrouten, Schiffsbau und Warenverkehr der späten römischen Kaiserzeit liefern. Ziel der Maßnahmen ist es auch, die Amphoren zu bergen und ihren historischen Wert zu sichern. Gleichzeitig sollen die Arbeiten dazu beitragen, das Wrack langfristig zu schützen und für die Forschung zu bewahren.