
Der entzündete Hautbereich
Die Hautoberfläche kann dunkelrot bis schwach lila gefärbt sein und ist – im Gegensatz zur Wundrose – meist nur unscharf von der umliegenden Haut abgegrenzt.
Wenn sich die Entzündung weiter ausbreitet, bildet sich Eiter. Auch können Lymphknoten angeschwollen sein. In den meisten Fällen treten keine weiteren starken Symptome auf. Ist die Entzündung allerdings sehr ausgeprägt und tief liegend, handelt es sich um eine sogenannte schwere Phlegmone. Dann fühlen sich die Betroffenen abgeschlagen (ähnlich wie bei einer Grippe) und/oder haben Fieber.
Laien können anhand der Symptome nicht unbedingt beurteilen, ob es sich tatsächlich um eine Phlegmone, eine Wundrose oder eine andere Erkrankung handelt. Daher sollten betroffene Personen zeitnah einen Arzt aufsuchen, um mögliche Komplikationen zu vermeiden. Eine erste Anlaufstelle kann die hausärztliche Praxis sein.
Eine Phlegmone entsteht durch Bakterien. Normalerweise ist sie aber nicht ansteckend wie etwa eine Grippe.
Eine Ansteckung ist zwar nicht ausgeschlossen. Damit es dazu kommt, müssen jedoch mehrere Bedingungen erfüllt sein. Grundsätzlich wird jeder Mensch von Bakterien besiedelt, die theoretisch auch eine Phlegmone auslösen könnten. Ist die Haut jedoch nicht verletzt, können die Erreger nicht eindringen. Tun sie es doch, schafft es das Immunsystem eines gesunden Menschen meist, diese zurückzudrängen.
Wenn eine andere Person eine Phlegmone hat, ist es dennoch wichtig, nicht direkt mit dem Wundsekret in Kontakt zu kommen. Zu wichtigen Hygienemaßnahmen zählen Händewaschen, Desinfizieren und/oder das Tragen von Handschuhen.