
Neue Vorwürfe gegen Marius Borg Høiby
Anklage gegen Mette-Marits Sohn wurde erweitert
Aktualisiert am 20.01.2026 – 12:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Kurz vor Beginn der Gerichtsverhandlung gegen den Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit legt die Staatsanwaltschaft neue Anklagepunkte vor.
Die Osloer Staatsanwaltschaft hat gegen Marius Borg Høiby Anklage in weiteren sechs Punkten erhoben. Wie Staatsanwalt Sturla Henriksbø der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, handelt es sich dabei unter anderem um zwei Verstöße gegen ein Kontaktverbot einer Ex-Freundin sowie einen groben Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Die norwegische Nachrichtenagentur NTB berichtete, der Sohn von Prinzessin Mette-Marit habe 2020 mindestens 3,5 Kilogramm Marihuana empfangen, transportiert und weitergegeben. Høibys Anwältin Ellen Holager Andenæs sagte NTB, sein Klient habe damit aber nichts verdient.
Die restlichen drei Anklagepunkte beziehen sich auf Verkehrsdelikte. Hintergrund seien Videos, die auf dem Telefon des 29-Jährigen gefunden worden waren. Darin filmte er, wie er mit hoher Geschwindigkeit Motorrad fuhr. Høibys Anwältin sagte, ihr Mandant räume alle neuen Anklagepunkte ein.
Staatsanwalt Henriksbø zufolge werden die nachträglichen Anklagepunkte an das Osloer Bezirksgericht übermittelt, damit sie bei der Hauptverhandlung gegen Høiby, die am 3. Februar beginnt, behandelt werden können.
Insgesamt ist Marius Borg Høiby in 32 Punkten angeklagt – unter anderem wegen Vergewaltigung, Misshandlung in engen Beziehungen und Körperverletzung. Im Sommer 2024 gab Høiby zu, dass er unter Alkohol- und Kokaineinfluss gegenüber seiner damaligen Freundin gewalttätig gewesen sei und Dinge in ihrer Wohnung zerstört habe. Die Anschuldigungen zu den Sexualdelikten bestreitet er aber entschieden.
Høiby stammt aus einer früheren Beziehung der Kronprinzessin. Zusammen mit Thronfolger Haakon hat Mette-Marit zwei weitere Kinder: die 21 Jahre alte Prinzessin Ingrid Alexandra und den 20-jährigen Prinzen Sverre Magnus. Høiby gehört zur Königsfamilie, trägt aber keinen Prinzentitel und ist kein offizielles Mitglied des norwegischen Königshauses.