Anklage gegen ehemaligen Boss der „Bandidos“-Rocker

Anklage gegen Ex-Rocker

Justiz ermittelt gegen ehemaligen Kölner „Bandidos“-Boss

19.01.2026 – 18:41 UhrLesedauer: 1 Min.

Kölner Landgericht (Archivbild): Ein ehemaliger Rocker-Boss gerät ins Visier der Justiz. (Quelle: IMAGO)

Die Staatsanwaltschaft wirft einem ehemaligen Kölner Rocker-Anführer schwere Straftaten vor. Bei einer Verurteilung drohen dem Angeklagten harte Konsequenzen.

Das Kölner Landgericht hat Anklage gegen den ehemaligen Anführer einer Rocker-Gruppe erhoben. Dem Mann werden mehrere schwere Straftaten zur Last gelegt.

Ein Sprecher des Landgerichts teilte der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit, dem Angeklagten werde zweifache Anstiftung zum versuchten Mord vorgeworfen. Zudem solle er versucht haben, zur Falschaussage anzustiften. Die Staatsanwaltschaft hat in diesem Fall Sicherungsverwahrung beantragt. Zuvor hatten die „Kölnische Rundschau“ und der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet.

Bei dem Beschuldigten handelt es sich um den ehemaligen Boss der Kölner „Bandidos“. Laut Zeitungsberichten floh der Mann aus dem offenen Vollzug der Justizvollzugsanstalt Euskirchen. Später nahmen ihn Behörden in Spanien fest. Anschließend kam er in Untersuchungshaft.

Nach Angaben des Landgerichts wirft die Staatsanwaltschaft dem Mann vor, in einen versuchten Mord verwickelt gewesen zu sein. Dabei sei auf der Kölner Zoobrücke auf ein Fahrzeug geschossen worden. Ein damals 21-Jähriger erlitt lebensgefährliche Verletzungen.

Ein weiterer Vorwurf betrifft Schüsse auf ein Café in Köln-Buchheim, wie das Landgericht mitteilte. Die Tat ereignete sich vor dem Hintergrund von Spannungen zwischen den rivalisierenden Rockern der „Bandidos“ und der „Hells Angels“.

Die Anklage ist bisher nicht zugelassen. Ob und wann es zu einem Prozess kommt, ist noch unklar.

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