
Einsätze in Frankfurt
Schlägereien, Brände, Böller: Polizei zieht Silvester-Bilanz
Aktualisiert am 01.01.2026 – 15:36 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach der Silvesternacht meldet die Frankfurter Polizei einen recht ruhigen Verlauf. Doch es gibt Schlägereien, Brände und einen Angriff auf einen Sanitäter.
Die Frankfurter Polizei hat eine Zwischenbilanz zur Silvesternacht gezogen. Nach Angaben der Beamten kam es stadtweit zu zahlreichen Einsätzen, Kontrollen und Festnahmen. Überschattet wurde der Jahreswechsel von mehreren Übergriffen auf Einsatzkräfte, darunter Angriffe auf Rettungswagen, bei denen ein Sanitäter verletzt wurde.
Am Morgen sprach die Polizei von einem für Frankfurter Verhältnisse recht ruhigen Verlauf der Silvesternacht. Wie für den Jahreswechsel typisch habe es dennoch Körperverletzungen gegeben – vor allem bei Schlägereien in der Innenstadt, sagte ein Polizeisprecher der Frankfurter Lokalredaktion von t-online. Nach Angaben der Feuerwehr kam es zudem vereinzelt zu Angriffen auf Einsatzkräfte.
Nach Angaben der Polizei waren in der Silvesternacht mehr als 700 Beamtinnen und Beamte im Stadtgebiet im Einsatz. Bis zum Morgen kontrollierten sie rund 700 Personen, erteilten etwa 200 Platzverweise und nahmen 73 Menschen vorläufig fest. Die meisten Festnahmen standen im Zusammenhang mit Verstößen gegen das Waffenrecht, dem Abbrennen nicht zugelassener Pyrotechnik sowie Körperverletzungsdelikten.
Insgesamt wurden elf Polizistinnen und Polizisten verletzt, acht von ihnen konnten ihren Dienst nicht fortsetzen. Ein weiterer Beamter verletzte sich ohne Fremdeinwirkung.
Zwischen 19 Uhr und 6 Uhr verzeichnete die Branddirektion Frankfurt insgesamt 555 Einsätze. Insgesamt habe es 166 Brände, elf Hilfeleistungen und 269 Rettungsdiensteinsätze gegeben. Oftmals handelte es sich bei den Bränden um brennende Müllcontainer oder Unrat. Zudem gab es vier Balkonbrände. Auch der Rettungsdienst war stark ausgelastet: „Hilflose Personen, chirurgische Verletzungen sowie Atembeschwerden bestimmen das Einsatzbild“, schrieb die Feuerwehr auf dem Portal X.
Schon etwa zwei Stunden vor Mitternacht sperrte die Polizei zwischenzeitlich den Eisernen Steg, da sich dort zu viele Menschen aufhielten. Auch der Lohrberg war voll mit Feiernden. Da die Parkplätze voll waren, sperrte die Polizei auch hier die Zufahrt zwischenzeitlich. Auf dem Eisernen Steg sowie auf der Zeil hatte die Stadt vorab ein Böllerverbot verhängt.
Auch in Offenbach sprach die Polizei von einer „typischen Silvesternacht“ mit vielen Einsätzen, brennenden Mülltonnen und Böllern, die Menschen auf andere warfen. Von schweren Verletzungen war aber zunächst nichts bekannt.