Golfstaaten drosseln Förderung

Ölpreis schießt erneut nach oben


Aktualisiert am 18.03.2026 – 16:05 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Fördermenge sinkt: Weltweit herrscht Sorge vor einer weiteren Eskalation am Ölmarkt. (Quelle: IMAGO/Nicolas Koutsokostas)

Nach neuen Angriffen auf petrochemische Anlagen im Iran haben die Ölpreise am Mittwoch kräftig zugelegt. Die Sorge vor einer weiteren Eskalation im Konflikt mit den USA und Israel belastet den globalen Energiemarkt.

Die Entspannung am Ölmarkt ist vorerst beendet. Am Mittwochnachmittag stieg der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent auf 108,25 Dollar, was einem Plus von etwa viereinhalb Prozent im Vergleich zum Vortag entspricht. Erst zu Beginn dieser Woche war der Kurs zeitweise unter die Marke von 100 Dollar gefallen.

Auslöser für den erneuten Preisschub sind Berichte über Angriffe auf Teile der iranischen Gasindustrie. Laut den Nachrichtenagenturen Tasnim und Mehr seien petrochemische Anlagen nahe der Industriestadt Asalujeh betroffen. Details zum Ausmaß der Schäden liegen bislang nicht vor. Auch blieb noch unklar, ob die USA oder Israel für die Luftangriffe verantwortlich sind.

Dennoch bleibt die Lage beim Angebot angespannt. Die irakische Produktion ist auf rund 1,4 Millionen Barrel pro Tag gesunken, was nur etwa einem Drittel des Niveaus von vor der Schließung der Straße von Hormus entspricht. Zudem sind die Lager in anderen Golfstaaten mittlerweile gefüllt, was dort bereits zu einer Drosselung der Fördermengen geführt hat.

Um die Auswirkungen der schwankenden Weltmarktpreise für die Verbraucher in Deutschland abzufedern, plant die Bundesregierung eine Neuregelung der Spritpreise. Schon bald dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich – um Punkt 12 Uhr – anheben. Senkungen bleiben hingegen jederzeit erlaubt.

Die Maßnahme soll zu mehr Transparenz führen und das ständige Auf und Ab an den Preisanzeigen beenden. Die neue Tankregel soll bereits im April Gesetz werden.

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