Angelika Mann: Sängerin ist tot

Abschied von der „Lütten“

Künstlerin Angelika Mann ist tot


Aktualisiert am 23.01.2026 – 12:53 UhrLesedauer: 2 Min.

Angelika Mann bei einem Auftritt im Jahr 1985. (Quelle: IMAGO / Gueffroy)

Mit der Band Obelisk feierte Angelika Mann große Erfolge in der DDR. Nun ist die Sängerin und Komödiantin im Alter von 76 Jahren gestorben.

Die Sängerin und Schauspielerin Angelika Mann ist tot. Die Künstlerin, die ihre Karriere einst in der DDR begonnen hatte, starb im Alter von 76 Jahren, wie ihre Familie der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Sie erlag ihrem Krebsleiden.

Mit Liedern wie „Kutte“, „Champus-Lied“ oder „Was treibt mich nur“ erlangte Angelika Mann in den späten Siebzigern und frühen Achtzigerjahren in der DDR große Berühmtheit. Auch in Kinderzimmern lief die Musik der Berlinerin. Das „Regenlied“ aus „Der Traumzauberbaum“ haben viele wohl bis heute im Ohr. Mit der Band Obelisk feierte Angelika Mann zwischen 1980 und 1984 Erfolge, ab 1982 moderierte sie zudem eine eigene Fernsehsendung.

Dennoch entschied sie sich dafür, 1984 einen Ausreiseantrag aus der DDR zu stellen. 1985 wurde diesem stattgegeben und Angelika Mann siedelte nach West-Berlin über. Mit 36 Jahren musste sie sich komplett neu erfinden.

Neben ihrer Karriere als Sängerin war sie fortan als Schauspielerin und Dialogbuchautorin tätig. Auch im Kabarett versuchte sich Angelika Mann häufiger. Ihren Spitznamen „die Lütte“ oder nur „Lütte“, den sie bereits zu DDR-Zeiten trug, führte sie bis zu ihrem Tod.

In der Rolle als Hausfrau Doris Bertram tourte Mann in der Show „Heiße Zeiten“ durch deutschsprachige Länder. Auch die Musik hat sie nicht aus den Augen verloren. So wirkte sie 2018 an dem Album „Endlich Weihnacht“ des DDR-Star-Kollegen Frank Schöbel mit.

Selbst von ihrer Krebserkrankung ließ sie sich nicht bremsen. Trotz einer Chemotherapie, Operationen und Bestrahlungen stand sie weiter auf der Bühne. „Das Theaterspielen ist mein Lebenselixier – ich würde sagen: Es war meine wahre Therapie“, so die Berlinerin im Gespräch mit der „Superillu“ im Jahr 2022.

Zuletzt lebte die Sängerin im ehemaligen West-Berlin, im Neuköllner Ortsteil Rudow. Ihre Tochter Ulrike Weidemüller ist ebenfalls als Schauspielerin und Sängerin tätig.

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