Diagnose einer Analthrombose: Was macht der Arzt?

Starke, plötzlich auftretende Schmerzen im Analbereich sind ein Hinweis darauf, dass eine Analthrombose vorliegen könnte. Der Arzt wird zunächst die Analregion untersuchen. Bei einer Analthrombose kann er pralle bläulich-rote Knoten erkennen und ertasten.

Befindet sich die Thrombose im Enddarm und ist somit nicht direkt sichtbar, muss der Analkanal genauer untersucht werden, um andere Erkrankungen auszuschließen. Dann kann eine Spiegelung des Analkanals sinnvoll sein: die Proktoskopie. Dabei verwendet der Arzt ein sogenanntes Proktoskop.

Das Proktoskop ist ein etwa fingerdickes Metallrohr, welches in den After eingeführt wird. Am Ende des Proktoskops befindet sich eine Lichtquelle, sodass es möglich ist, den Enddarm genauer zu betrachten.

Analthrombose klingt von allein ab

Welche Therapie bei einer Analvenenthrombose am besten geeignet ist, richtet sich vor allem danach, wie stark die Beschwerden sind und wie lange sie bereits anhalten.

Ein operativer Eingriff ist selten nötig: In den meisten Fällen bildet sich eine Analthrombose von allein wieder zurück. Der Körper schafft es in der Regel, das Gerinnsel von selbst abzubauen. Dies dauert einige Tage bis Wochen.

Insbesondere in den ersten Tagen kann eine Analthrombose starke Beschwerden bereiten. Vor allem ist sie sehr schmerzhaft. Rezeptfreie Salben oder Cremes aus der Apotheke können die Beschwerden lindern.

Bei Verstopfung kann der Arzt zusätzlich zu Salben oder Cremes ein stuhlerweichendes Abführmittel verschreiben.

Auch frei verkäufliche Schmerzmittel zum Einnehmen können als Ergänzung zu Salben vorübergehend helfen. Dazu zählen Präparate aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Sie enthalten Wirkstoffe wie Ibuprofen oder Diclofenac.

Ist die Analthrombose auf dem Boden eines Hämorrhoidalleidens entstanden, sollte dieses ebenfalls behandelt werden.

Krankschreibung wegen Analthrombose?

Bei starken Schmerzen aufgrund einer Analthrombose kann eine Krankschreibung sinnvoll sein. In der Regel dauert die Arbeitsunfähigkeit nur wenige Tage.

Die Analthrombose ist geplatzt und blutet: Was tun?

Der Bereich um die Analthrombose steht unter einem hohen Druck. Daher kann das Gerinnsel relativ leicht platzen und bluten – zum Beispiel beim Abwischen nach dem Toilettengang.

Bei sanfter, gründlicher Hygiene heilt die Wunde normalerweise von allein. Klingen die Beschwerden jedoch nicht ab oder nehmen sogar zu, ist ärztlicher Rat nötig. Möglicherweise sind Krankheitserreger in die Wunde eingedrungen und haben eine Entzündung ausgelöst.

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