An Silvester – offenbar erneuter Brandanschlag auf Kältebus

Attacke zum Jahreswechsel

Wohl erneut Brandanschlag auf Berliner Kältebus


01.01.2026 – 20:40 UhrLesedauer: 2 Min.

Ausgebrannter Kältebus Ende Dezember: Erneut soll es einen Anschlag auf ein Fahrzeug der Berliner Stadtmission gegeben haben. (Quelle: Sebastian Gollnow)

In Berlin hat es offenbar erneut einen Brandanschlag auf einen Kältebus gegeben. Es wäre nicht die erste Attacke dieser Art in den vergangenen Tagen.

Nach Angaben der Berliner Stadtmission hat ein Mann einen Kältebus der Organisation angezündet. Das teilte die Stadtmission an Neujahr auf ihrem Instagram-Kanal mit. Demnach hat die Organisation die Hoffnung, dass der Fall schnell aufgeklärt wird. Denn ein Mitarbeiter der Stadtmission und ein Mann vom Sicherheitsdienst hätten den mutmaßlichen Täter „auf frischer Tat ertappt und an die Polizei übergeben“, hieß es weiter. „Nun ermittelt die Kriminalpolizei.“

Die Berliner Polizei äußert sich im Zusammenhang mit einem möglicherweise in Brand gesetzten Kältebus allerdings nicht konkret. Ein Sprecher des Lagedienstes bestätigte auf Nachfrage lediglich einen Einsatz im Zusammenhang mit einem brennenden Fahrzeug. Zu den von der Stadtmissionen genannten Ermittlungen machte der Sprecher keine Angaben.

Diese schreibt bei Instagram dennoch: „Wir sind froh, dass der Fall so vermutlich abgeschlossen werden kann, und unsere Kältebusse und Mitarbeiter wieder sicher sind.“

Bereits kurz vor Silvester waren zwei Kältebusse der Stadtmission durch Feuer beschädigt worden. Auch hierbei soll es sich nicht um einen Unfall gehandelt haben. Am vergangenen Sonntag war ein Fahrzeug vollständig ausgebrannt. Ein weiteres wurde so stark beschädigt, dass es aus dem Verkehr gezogen werden musste. Die Polizei ermittelt seither wegen eines mutmaßlichen Brandanschlags.

Die Kältebusse sind eine Berliner Institution zur Unterstützung Obdachloser in der Hauptstadt. Etwa 60 Mitarbeiter lenken und betreuen die Busse. Sie bringen Menschen in Not Schlafsäcke, heißen Tee und Suppe oder fahren sie in Notunterkünfte, um die Betroffenen vor dem Kältetod auf der Straße zu bewahren.

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