Auf MDR
Dieses Detail unterscheidet den Film vom berühmten Märchen
Aktualisiert am 25.10.2026 – 05:29 UhrLesedauer: 2 Min.
Die DEFA-Produktionen gelten als Klassiker unter den Märchenverfilmungen. In „Der Froschkönig“ weicht die Handlung aber von der Grimmschen Vorlage ab.
Nostalgie pur versprechen Kultfilme wie „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ oder „Die Geschichte vom kleinen Muck“. In ihren letzten Tagen hat die DEFA mit „Der Froschkönig“ einen weiteren Klassiker geschaffen.
Darum geht es in „Der Froschkönig“
Beim Spielen im Schlossgarten fällt die goldene Kugel der Prinzessin Henriette in einen Brunnen. Ein Frosch eilt ihr zur Hilfe und sie machen einen Handel. Er holt ihre Kugel zurück, sie lässt ihn dafür in ihrem Bett schlafen und von ihrem Teller essen.
Doch am Abend erfüllt die Prinzessin ihren Teil der Abmachung nicht und schmeißt den Frosch gegen die Wand. Er verwandelt sich in einen Prinzen, verlässt die Prinzessin aber, weil sie ihr Versprechen nicht gehalten hat.
Henriette begibt sich daraufhin auf die Suche nach dem Prinzen. Sie verkleidet sich als Junge, besteht Abenteuer und Gefahren und landet schließlich beim Schloss des Prinzen. Dort tarnt sie sich als Gehilfe, um ihre Schuld wieder gut zu machen und den Prinzen doch noch von seinem Fluch zu erlösen.
So sehenswert ist „Der Froschkönig“
Die DEFA-Verfilmung von 1987 wird von der Filmdatenbank „IMDb“ mit 5,7 von 10 Sternen bewertet. Trotz der eher durchschnittlichen Sternvergabe, ist der Film ein Klassiker unter den Märchenverfilmungen aus der DDR. Die aufwendige Filmproduktion weckt heute vor allem Nostalgie und Kindheitserinnerungen. „Der Froschkönig“ läuft heute, am Sonntagnachmittag, 25. Oktober, um 15.45 Uhr auf MDR.
Abweichung von der Märchenvorlage
Die Handlung des Films basiert auf der gleichnamigen Märchenvorlage der Gebrüder Grimm. Allerdings weicht der Film deutlich vom Volksmärchen ab, indem die Handlung vom Schloss der Prinzessin wegverlagert wird. Nachdem der Frosch an die Wand geworfen wird und sich in einen Prinzen verwandelt, geht er fort und die Prinzessin folgt ihm.
Was hier beginnt, ist eine Heldenreise der Prinzessin, abseits ihres sicheren Zuhauses, verkleidet als Junge – und absolut untypisch für Märchen.
Die letzten Tage der DEFA
Der Film wurde 1987 produziert und feierte im Sommer 1988 Premiere. Damit gehört er zu den letzten Produktionen der DEFA in ihrer ursprünglichen Gestalt. Zwar wurde der letzte offizielle DEFA-Film 1993 veröffentlicht, mit dem Mauerfall 1989 endeten aber die heute kultigen DDR-Produktionen.
