OB-Wahl 2026

Großer Verlust für die SPD: Wo ihre Wählerstimmen hin sind


09.03.2026 – 13:59 UhrLesedauer: 2 Min.

Großplakate der drei wichtigsten Münchner OB-Kandidaten (Archivbild): An welche Partein Dieter Reiter bei der Komunalwahl 2026 Stimmen verloren hat, zeigt eine aktuelle Auswertung. (Quelle: IMAGO/imago)

Einen Tag nach der Kommunalwahl sind die ersten Ergebnisse bereits bekannt. Eine Auswertung des Statistischen Amts München zeigt die Wählerwanderung bei der OB-Wahl.

Nach der Wahl ist vor der Wahl: Münchens amtierender Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) muss sich in zwei Wochen, 22. März, einer Stichwahl mit dem OB-Kandidaten der Grünen, Markus Krause, stellen. Lange lag Reiter bei Prognosen bei über 40 Prozent, am Wahltag selbst schaffte er es dann allerdings nur auf 35,6 Prozent. Sein Konkurrent von den Grünen folgt ihm mit 29,5 Prozent der Stimmen. An welche Parteien der SPD-Politiker bei der OB-Wahl Stimmen verloren hat, zeigt eine Auswertung des Statistischen Amts München.

Untersucht wurden dabei folgende Parteien: CSU, AfD, Gründe, SPD und Linke. Schaut man sich die SPD im direkten Vergleich mit den Grünen an, wird deutlich, dass Reiter einige Stimmen an seinen Kontrahenten Krause abtreten musste. Laut der Auswertung des Statistischen Amtes haben die Grünen stark von ihrer Wählermobilisierung profitiert und konnten 3.300 frühere SPD-Wähler für sich gewinnen. Den größten Zuwachs brachte der Partei allerdings die Gruppe der Nichtwähler mit 59.900 Stimmen. Die Grünen können sich insgesamt über ein Mehr von 57.300 Stimmen freuen.

Schaut man sich im Vergleich dazu Dieter Reiters SPD an, sieht es nicht so gut aus. Ein Erfolg ist zwar der Zugewinn von 6.000 früheren CSU-Wählern. Allerdings sind 53.200 Menschen, die bei den Wahlen zuvor noch rot gewählt haben, nicht mehr ins Wahllokal gegangen. Hinzukommen die oben bereits erwähnten 3.300 frühere Wähler an die Grünen. Insgesamt hat die SPD somit 53.600 Stimmen bei der OB-Wahl verloren.

Die CSU, die mit dem Ex-Wiesnchef Clemens Baumgärtner als OB-Kandidaten ins Rennen gegangen ist, hat 22.900 Nichtwähler dazugewonnen. Jedoch hat die CSU auch 6.000 Wähler an die SPD und 2.000 Wähler an die AfD verloren.

Die AfD hat mit ihrem OB-Kandidaten Markus Walbrunn einen Zuwachs von 10.200 Stimmen verzeichnet. Diese setzen sich unter anderem aus den früheren Wählern der CSU (2.100) sowie Nichtwählenden (2.300) zusammen. Die Linke hat mit ihrem OB-Kandidaten Stefan Jagel 6.600 Wählerstimmen gewonnen.

Bei der Kommunalwahl am Sonntag, 8. März, konnte bei der OB-Wahl noch kein endgültiges Ergebnis verkündet werden. In zwei Wochen, am 22. März, wird bei einer Stichwahl zwischen Reiter (SPD) und Krause (Grüne) entschieden, ob Bayerns Landeshauptstadt weiterhin SPD-regiert bleibt, oder ob die Grünen der roten Ära ein Ende bereiten.

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