„Umstürzende Bäume“

Fast ganz Deutschland leuchtet in Warnfarben


12.03.2026 – 15:25 UhrLesedauer: 2 Min.

Karte des DWD: In allen Bundesländern gelten amtliche Wetterwarnungen. (Quelle: DWD)

Praktisch ganz Deutschland leuchtet auf der Karte des Deutschen Wetterdienstes in den Warnfarben Gelb und Orange. Am Wochenende wird es noch ungemütlicher.

Ein mächtiges Tiefdruckgebiet bei Island lenkt eine Kaltfront nach Deutschland – und der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat zahlreiche amtliche Warnungen herausgegeben. Sie gelten in allen Bundesländern, insgesamt sind von Donnerstagabend an mehr als 300 Landkreise und kreisfreie Städte betroffen.

An der Nordseeküste, im Harz und im Thüringer Wald sowie im Schwarzwald hat der Dienst Warnungen der Stufe 2 von 4 vor Sturmböen ausgerufen, teils gelten sie bis zum frühen Freitagabend. Laut DWD ist zu befürchten, dass einzelne Äste von Bäumen abgerissen werden und Gegenstände herumfliegen können.

Auf dem Brocken sollen die Böen sogar Orkan-Geschwindigkeiten von 95 bis 115 km/h erreichen, hier gilt Warnstufe Rot (Stufe 3 von 4). Dem DWD zufolge droht „Gefahr für Leib und Leben durch umstürzende Bäume, Hochspannungsleitungen und Gerüste“.

Ansonsten sagen die Meteorologen von der Ostsee bis nach Saarbrücken einmal quer durchs Land Windböen mit Geschwindigkeiten von rund 60 km/h voraus: Warnstufe 1 von 4.

Wo kein gefährlicher Wind weht – in fast ganz Bayern und weiten Teilen Baden-Württembergs – hat der DWD dafür gelbe Frost-Warnungen der Stufe 1 von 4 herausgegeben. Teils fällt die Temperatur in der Nacht zum Freitag auf –4 Grad.

Am Wochenende wird es noch kälter und ungemütlicher. Auch Schnee kann fallen: „Nach der viel zu milden Phase seit Ende Februar geht es erst einmal runter mit den Temperaturen“, teilt der ZDF-Meteorologe Özden Terli t-online auf Anfrage mit. „Oft liegen wir nur noch im einstelligen Bereich am kommenden Wochenende. Das werden wir spüren.“

Am Samstag sinke die Schneefallgrenze auf 300 bis 500 Meter. Laut DWD stürzen die Tiefsttemperaturen auch „in ungünstigen Lagen der Nordwesthälfte“ in den Minusbereich ab. Schneeschauer und Glätte seien auch in der Nacht zum Sonntag möglich.

Dann beruhigt sich das Wetter allmählich wieder: „Voraussichtlich keine markanten Wettererscheinungen“, notiert der DWD für Montag, Dienstag und Mittwoch. Im Verlauf der kommenden Woche werde das Wetter wieder „milder und sonniger“. Laut ZDF-Meteorologe Terli klettern die Temperaturen in den zweistelligen Bereich, es setzt sich hoher Luftdruck durch.

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