
Aktualisiert am 31.01.2026 – 11:45 UhrLesedauer: 4 Min.
Eintracht Frankfurt hat einen Nachfolger für den freigestellten Dino Toppmöller gefunden. Ein kaum bekannter Spanier wird nun den Posten als Cheftrainer antreten.
„Albert, wer?“ und „War das nicht der von Liverpool?“: So oder so ähnlich wird es dem einen oder anderen Fan von Eintracht Frankfurt gegangen sein, als vor einigen Tagen die ersten Gerüchte rund um Albert Riera aufkamen. Der 43-Jährige wird in der Main-Metropole die Nachfolge von Dino Toppmöller antreten. Am Freitagabend gab der Klub den Deal offiziell bekannt. Doch Rieras Vita liest sich nicht wie die eines europäischen Top-Trainers. Salopp gesagt, kommt er ein wenig aus dem Nichts.
Als Spieler war der auf Mallorca geborene Linksfuß ein richtiger Wandervogel. Aus der Jugend von RCD Mallorca stammend, ging er früh in seiner Karriere nach Frankreich und später nach England, wo er unter anderem für den FC Liverpool aktiv war. Aus der Zeit bei den „Reds“ zwischen 2008 und 2010, als er auch spanischer Nationalspieler war, mag Riera wohl auch noch so manchem Fußballfan ein Begriff sein. Seine Karriere ließ er interessanterweise nach Stopps in Griechenland, Türkei und Italien nicht auf Mallorca, sondern in Slowenien ausklingen.
Von genau dort kommt nun Riera auch nach Frankfurt. Denn er war zuletzt zum zweiten Mal Cheftrainer von NK Celje. Der Klub führt gerade die erste slowenische Liga mit zwölf Punkten Vorsprung an. Riera hatte erst kürzlich seinen Vertrag bis 2028 verlängert, wie aus einem Beitrag auf der Onlineplattform X hervorgeht. Nun macht er offenbar den Abflug. Er war bereits zu Beginn der Saison 2023/24 für 17 Spiele bei Celje verantwortlich, nur um den Klub in Richtung Frankreich zu verlassen.
In seiner Zeit bei Girondins Bordeaux, das damals in der Ligue 2 unterwegs war, kam es zu fragwürdigen Schlagzeilen. Vor allem behauptete Riera in aller Regelmäßigkeit, dass sein Team dem Gegner überlegen war, obwohl Bordeaux die Saison auf Rang 13 beendete. „Manchmal kann man glauben, dass man besser war und es einfach nicht geklappt hat. Aber bei ihm ist es ein wiederkehrendes Phänomen“, sagte etwa Bastia-Trainer Régis Brouard der französischen „L’Équipe“. „Was glaubt er denn? Dass wir sein Positionsspiel nicht sehen? Wenn man sich die Tore anschaut, die sie kassieren, gibt es da einige Gemeinsamkeiten.“