
Viertelfinalist komplett überrascht
Wirbel um Schiedsrichter beim Afrika-Cup
09.01.2026 – 10:30 UhrLesedauer: 1 Min.
Der Afrika-Cup geht in die entscheidende Phase, das Viertelfinale steht an. Vor der Runde der letzten Acht gibt es Aufregung um die Unparteiischen.
Kurz vor dem Viertelfinalduell zwischen Marokko und Kamerun beim Afrika-Cup ist es hinter den Kulissen zu Unstimmigkeiten gekommen. Grund war eine Beschwerde Marokkos über die Schiedsrichter-Ansetzung – und die hatte Erfolg.
Eigentlich sollte der Ägypter Amin Omar das Spiel am Donnerstag in Rabat (20 Uhr deutscher Zeit) leiten. Doch Marokko war mit dieser Entscheidung nicht einverstanden und monierte offiziell eine angeblich zu späte Bekanntgabe der Ansetzung. Tatsächlich richtete sich die Beschwerde aber wohl gegen den Referee persönlich. Der afrikanische Fußballverband CAF reagierte trotzdem und setzte stattdessen den Mauretanier Dahane Beida als Hauptschiedsrichter ein, allerdings ohne den kamerunischen Verband zu informieren.
Der Verband Kameruns erfuhr über soziale Netzwerke von der kurzfristigen Änderung und zeigte sich verärgert.
Auch bei der Besetzung des Video-Assistenten gab es Auffälligkeiten. Zum fünften Mal in Folge wird bei einem Spiel Marokkos beim laufenden Turnier der Kongolese René Daniel Louzaya eingesetzt. Ein ursprünglich geplanter algerischer Schiedsrichter für den VAR wurde dagegen nicht berücksichtigt. Angesichts der politischen Spannungen zwischen Marokko und Algerien sei dies auf Wunsch der Marokkaner geschehen.
Die kurzfristigen Umbesetzungen haben beim kamerunischen Verband zu Verstimmungen geführt – insbesondere bei Präsident Samuel Eto’o. Unterstützung erhielt er dabei vom nigerianischen Verbandschef Ibrahim Musa Gusau. Vor den bevorstehenden Viertelfinalspielen bleibt die Lage angespannt.