Tiere sind nicht kastriert

Affenbande bricht aus – Flucht in deutscher Stadt


28.05.2026 – 13:36 UhrLesedauer: 2 Min.

Rhesusaffe (Symbolbild): Die Tiere entkamen wie die Panzerknacker durch ein Loch in der Mauer. (Quelle: Maurizio Gambarini/imago)

Eine Gruppe von Affen soll aus Privatbesitz weitervermittelt werden – doch in der Auffangstation durchbrechen sie eine Mauer und verschwinden.

Eine Gruppe Rhesusaffen ist in Witten im Ruhrgebiet ausgebüxt. Die Polizei sucht die Tiere jedoch nicht aktiv: „Es liegt weder eine Straftat vor, noch besteht aufgrund einer Gefahrenlage Handlungsbedarf“, sagte ein Polizeisprecher t-online.

Die Beamten erfuhren demnach am Mittwochvormittag von den Affen auf der Flucht. Ein erstaunter Zeuge habe einen Affen auf einem Baum gemeldet, sagte der Polizeisprecher. Ein Streifenwagen kam, die Beamten konnten das Tier aber nicht einfangen. Laut WDR bemühte sich auch die Feuerwehr vergebens.

  • Bodensee mit massivem Problem: Alarm an Deutschlands größtem See
  • Timmy vor Obduktion: „Dafür würde man ins Gefängnis kommen“

Die folgenden Nachforschungen der Beamten ergaben nach Informationen von t-online, dass die Rhesusaffen ursprünglich aus Privatbesitz stammen, dann aber aus Tierschutzgründen zur Weitervermittlung an eine Auffangstation abgegeben wurden. Von dort sollten sie in einen Zoo oder eine ähnliche Einrichtung kommen. Doch die als hochintelligent geltenden Tierchen pulten Mörtel aus dem Mauerwerk, brachen ein Loch in die Wand – und kletterten dann in die Freiheit.

Breiten sich die Affen jetzt im ganzen Ruhrgebiet aus?

Ein Tier wurde Augenzeugen zufolge später auf dem Dach der Trauerhalle des nahegelegenen Hauptfriedhofs gesehen, drei konnten dem Polizeisprecher zufolge bis Donnerstagmittag bereits wieder eingefangen werden. Wo die anderen sind und wie viele überhaupt noch frei herumlaufen, ist weiter unklar. Laut WDR handelte es sich ursprünglich wohl um sechs der sogenannten Tempelaffen, der Polizeisprecher wollte sich diesbezüglich aber nicht genau festlegen.

Wer einen Affen in seinem Garten sehe, könne sich an die Polizei oder die Feuerwehr wenden, hieß es. Man stehe in Kontakt mit den Verantwortlichen, die für das Einfangen der Tiere Sorge tragen würden. Angst müssten die Menschen jedenfalls nicht haben: Von den Rhesusaffen gehe etwa so viel Gefahr wie von einem entlaufenen Meerschweinchen aus.

Das Risiko, dass sich eine wachsende Rhesusaffen-Population im Ruhrgebiet ausbreiten könnte, sei zudem gering: „Die Tiere sind zwar nicht kastriert“, sagte der Polizeisprecher t-online. „Aber es sind alles Männchen.“

Share.
Die mobile Version verlassen