Die Lucassen-Kritiker im Arbeitskreis Verteidigung sagen, mit Höcke habe der ursprünglich geplante Misstrauensantrag nichts zu tun. Der AfD-Politiker Heinrich Koch, der sich selbst als klaren Transatlantiker bezeichnet, hatte den Führungsstil Lucassens verantwortlich gemacht. Nachfolger Nolte hatte mitgeteilt: „Weder der Arbeitskreis Verteidigung, noch die AfD ist aus Thüringen ferngesteuert.“ Die Gründe für die Kritik hätten nichts mit Höcke, der Nato oder der Wehrpflicht zu tun, sondern mit dem Umgang gegenüber den Mitgliedern des Arbeitskreises, die sich übergangen und vor den Kopf gestoßen fühlten.
Kritisiert wurde etwa, dass Lucassen zur Münchner Sicherheitskonferenz ein Positionspapier zur Rolle der Bundeswehr veröffentlichte, das vorher nicht mit den Kollegen im Arbeitskreis abgestimmt gewesen sei.
